Erpressung mit der Dissertation

Ein Mann soll einem leitenden Bankmitarbeiter damit gedroht haben, dessen Dissertation ins Internet zu stellen, wenn er ihm keine Festanstellung gäbe. Bei dieser Meldung frage ich mich unwillkürlich ob es sich dabei um eine Ente, moderne Kunst oder um den dümmsten Erpresser des Jahrhunderts handelt. Dissertationen sind immer öffentlich verfügbar — die Promotionsordnungen enthalten eine Veröffentlichungspflicht —, Neuere elektronisch, Ältere über die (Fern-)Leihe der Universitätsbibliotheken, manchmal auch als kommerziell verfügbare Bücher im normalen Buchhandel (wie bei den Plagiaten von Schavan und Guttenberg). Die Drohung des Erpressers ist somit vollkommen inhaltsleer und zeugt davon, daß er keinen blassen Schimmer hat, wovon er redet. Bei Verurteilung sollte er einen Bonus erhalten, so 10 Jahre zusätzlich wegen Dummheit. Hoffentlich kommt nicht noch ans Tageslicht, daß der Typ studiert hat, das wäre dann an Peinlichkeit für eine Uni nur schwer zu überbieten.

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