Schavan wurde zurückgetreten, Genderförderin Wanka wird Nachfolgerin

Es ist vollbracht. Vollkommen unerwartet hat wiedereinmal Merkel ihr Vertrauen gezeigt und einen ihr derzeit im Wege liegenden Stein aus dem Wege geräumt. Diesmal hatte die Plagiatorin und Religionsministerin Annette Schavan — die Frau, die noch nie abgeschrieben hat — Merkels Erlaubnis ihren Rücktritt erklären zu dürfen. Wurde auch Zeit, und jetzt möchten wir den Namen Schavan nicht mehr in Politik und Wissenshaft hören. Übrigens, Schäuble genießt auch Merkels Vertrauen, schon erstaunlich lange. Wahrscheinlich suchen sie da noch nach dem Umschlag mit dem Geld.

Als Nachfolgerin von Annette Schavan im BMBF wurde die Mathematikerin Fr. Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) ernannt. Ich habe so meine Zweifel, ob dies aus Sicht der Wissenschaft (aber es geht ja auch um Politik, nicht um Wissenschaft) eine sinnvolle Wahl ist, vielmehr sehe ich die Gefahr der Verschwendung von sehr viel Steuergeld für sinnlose, unwissenschaftliche Projekte. Der Abriss zum Lebenslauf in der Süddeutschen Zeitung unterschlägt nämlich ein Steckenpferd der angeblich ideologiefreien Neuen: Genderpolitik!

„Um Gleichstellung effektiv zu fördern, muss das Wissen über geschlechterspezifische Ausprägungen ständig erweitert werden. Genderforschung bietet dafür nicht nur eine wichtige Grundlage, sondern entwickelt sich in Niedersachsen immer stärker zu einem profilbildenden Forschungsfeld“, betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Professor Dr. Johanna Wanka […]

Eben, die Verbreitung von Genderquark an Hochschulen ist ja genau das Problem und der Frau fällt nun das BMBF mit seinem Milliardenetat in die Hände. Sie ist eine treibende Kraft hinter dem „Maria-Goeppert-Mayer-Programm für internationale Genderforschung“ an niedersächsischen Hochschulen. Jetzt hat Fr. Wanka Zugriff auf die erheblichen Bundesmittel des Forschungsministeriums. Es ist daher zu erwarten, daß sie ihren Einfluss nützen wird, (mindestens) ein bundesweites Förderprogramm zur Gender„forschung“ etablieren zu wollen. Da die Genderideologie ausgewiesener Quatsch ist, würde dies zu einer weiteren Entwissenschaftlichung und einem weiteren Absinken des universitären Niveaus führen, denn beim Gendersexismus wird viel Geld durch Schaffung und Besetzung von Stellen mit vollkommen unqualifizierten Feministinnen sinnlos verbrannt.

Ob Fr. Wanka zu den von Alice Schwarzer behaupteten feministischen Netzwerken gehört, weiß ich nicht, aber interessant wäre es allemal über entsprechende Verbindungen nachzuforschen. Annette Schavan wollte sich über ihre mögliche Zugehörigkeit dazu bisher nicht äußern, jetzt braucht sie es allerdings auch nicht mehr.

Eine Chance hat Fr. Wanka verdient, aber skeptisch bleibe ich trotzdem. Für mich erweckt es momentan den Eindruck, als ob eine gendernde Politikzigeunerin (Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Bund) am Fleischtopf angekommen ist.

Nachtrag 11.02.2013:
Rezept für einen wohldotierten Ruhestand: Man erschleiche sich in jungen Jahren einen Dr. in einem Laberfach, um auf Posten zu kommen, die man sonst nie bekommen hätte und kassiere dann neben den üppigen Pensionsansprüchen bis zu 200.000 € Übergangsgeld. Das Schöne daran ist, daß man nichts zurückzahlen muss wenn man auffliegt, obwohl man seinen Arbeitgeber arglistig getäuscht hat. Betrug lohnt sich!

3 Kommentare

  1. ZuAltZumVerstehen sagt:

    Die Presse meldet allseits:
    „Johanna Wanka will die Politik ihrer Amtsvorgängerin Annette Schavan fortsetzen.“
    Also geht es leider wohl weiter so, mit den (pseudo-)konservativen Experimenten (Bologna, Studiengebühren, G8/G9, Privatisierung der Wissenschaft, etc.) im hiesigen Bildungswesen !?

    Bildung ist die Zukunftsinvestition der jetzt schon sehr belasteten nächsten Generationen.
    Bildung ist gerade in der BRD der Rohstoff des sonst an Rohstoffen eher armen Landes.
    Bildung ist kein Spielplatz für rechte Experimente !

    Die durch (pseudo-)konservative Haushaltspolitik (nach dem Motto „Was Du heute nicht kannst besorgen, verschiebst Du eben auf morgen“) ohnehin bereits stark belasteten künftigen Generationen, werden es uns danken.

  2. Fr. Wanka wird zunächst nur für sieben Monate bis zur Bundestagswahl Ministerin sein, da sind einschneidende Änderungen sowieso nicht wirklich zu erwarten. Ich hege aber die Befürchtung, daß, wenn sie bleiben sollte, sie Schavans Kurs aggressiver fortsetzen würde und den Karren erst richtig in den Dreck reinfährt.

  3. […] zu sein. Es sollte aber nicht vergessen werden, daß Frau Wanka zur CDU gehört und eine engagierte Genderförderin ist. Beides sind keine guten Voraussetzungen um das Problem sachgerecht zu […]

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