Remote-Stopp für Autos

Die Mitglieder des technischen Polizeinetzwerkes möchten gerne serienmäßig eine Technik in alle KfZ eingebaut sehen, die das Abschalten per Fernbedienung erlaubt (heise) wie aus einer Veröffentlichung von Statewatch hervorgeht:

Remote stopping vehicles: “This project will work on a technological standard that can be a ‘build in standard’ for all cars that enter the European market.”

Ob die sicher sind, daß sie das wirklich in allen Fahrzeugen haben wollen? Daß ein solches System früher oder später, also eher früher, gehackt wird, dürfte klar sein. Sie sollten sich dann nicht wundern, wenn sie selber nicht mehr mit ihren Einsatzwagen weit kommen. Ganz zu schweigen von den vielfältigen Möglichkeiten, die sich Kriminellen (Raubüberfälle auf einsamen Landstraßen) und Irren (‚Aus‘ bei 180 auf der Autobahn) mit diesem System bieten. Offen bleibt auch, welches relevante Problem mit dieser Technik überhaupt gelöst werden soll.

Auch sind die Haftungsfragen bei Versagen dieser Technik nicht unerheblich, da Fremdeinwirkung so gut wie niemals ausgeschlossen werden kann. Das wird dann wohl geregelt werden, wie bei den Bankkarten: Das System wird von Juristen und Firmenkonsortien einfach als sicher deklariert. Also wird der Fahrzeughalter die alleinige Verantwortung, für alle Schäden, die ein Systemversagen nach sich zieht, tragen. Schöne neue Automobilistenwelt.

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