Schavan: Phönix aus der Asche

Nachdem die Süddeutsche Zeitung zunächst einen unbestätigten Bericht veröffentlichte, daß eine der größten Fehlbesetzungen im Bildungs- und Forschungsministerium der letzten Jahrzehnte, Annette Schavan, Botschafterin im Vatikan werden soll, wird es nun durch ihr Bundestagsbüro bestätigt. Als stramme Katholikin, immerhin war sie eine Zeit lang Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, wird ihr diese Position sicherlich entgegenkommen, aber politisch ist ihre Ernennung ein sehr schlechtes Signal.

Frau Schavan hat im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen Scherbenhaufen hinterlassen. Ihr ist es zwar gelungen den Etat des Ministeriums zu steigern, allerdings hat sie auf Grund fehlender Qualifikation keinerlei Leistungen in den und für die Wissenschaften in Deutschland erbracht. Im Gegenteil, als extensive Apologetin der Gegenaufklärung und Förderin des Genderunsinns hat sie Millionen versenkt und die daraus resultierenden Kaderstellen an den Universitäten werden die Etats noch auf Jahrzehnte hinaus belasten, da man die Genderprofessuren nur auf biologische Art und Weise wieder los wird. Weiterhin hat sie nie verstanden, daß Religion und Wissenschaft zwei unvereinbare Gegensätze sind und Religion an Universitäten nichts zu suchen hat. Stattdessen hat sie sich als Religionsministerin einen Namen gemacht, in dem sie auf den Aufbau (Förderbetrag mind. 20 Mio. Euro) von Zentren für islamische Theologie hingewirkt hat. Auch das Problem der DFG mit ihrer Intransparenz und Geldverschwendung hat sie nie angegangen. Kritische Nachfragen von Außen, bspw. zu Vorgängen bei der Exzellenzinitiative oder zum FrauenMediaturm von Alice Schwarzer, wurden von ihr systematisch behindert und unter ihrer Ägide hat die Wissenschaftskorruption noch zugenommen.

Ihr fehlendes Verständnis von Wissenschaft hat Fr. Schavan nochmals deutlich unter Beweis gestellt, als sich herausstellte, daß ihre Dissertation ein Plagiat ist. Eingesehen hat sie ihren Fehler bis heute nicht und das von ihr angestrengte Verfahren ist noch nicht beendet. Selbst wenn sie dies gewinnen würde, bliebe die Tatsache des Plagiats weiter bestehen.

Und diese Person ist nun nicht nur Hochschulrätin an der LMU, sondern wird darüberhinaus auch noch mit einem Botschaftsposten belohnt. Einen Vorteil hätte die Position jedoch, sie muss dann ihr Bundestagsmandat aufgeben. Aber im Grunde begeht sie nun auch noch, wie viele andere Politiker, Wählertäuschung. Zunächst läßt man sich von Bürgern als ihre Abgeordnete wählen, um dann im Mandat bei der erstbesten Gelegenheit auf ein lukrativere, meist weitaus sichere, Position zu wechseln.

Mit der Ernennung zeigt aber auch Merkel ihren ausgeprägten Sinn für Günstlingswirtschaft, in dem freiwerdene Positionen nicht nach Qualifikation mit befähigtem Nachwuchs besetzt werden, sondern nach Parteibuch und Verdiensten beim Führer. Einmal mehr hat die Politik deutlich gezeigt, daß man bestimmte Leute nicht mehr los wird. Inzwischen ist es ausgesprochen peinlich durch was für Personal Deutschland vertreten wird. Annette Schavan hätte von vornherein niemals einen Ministerposten erhalten dürfen.

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