Wirklich nur Schwarzgeld?

Die arme Alice, eine unserer Vehementesten der selbsternannten Moralinstanzen, war doch so glücklich, daß ihr Name endlich aus der Presse verschwunden war, und nun das: Selbstanzeige womöglich unvollständig und Razzia in den eigenen vier Wänden (Focus, Spiegel, Süddeutsche). Wie dämlich, wenn das zutreffen sollte, muss man eigentlich sein, sich selbst anzuzeigen und dann immer noch etwas zu verschweigen? Aber egal.

Bei allen Diskussionen geht es meist nur um Schwarzgeld, aber es scheint eine untergeordnete Rolle zu spielen, wo dieses eigentlich herkommt. Fr. Schwarzer erhält erhebliche Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln, weil ihre Projekte stark defizitär sind. Ich fände es ist nur schwer vorstellbar, daß Fr. Schwarzer mit ein und demselben Thema einerseits nur Verluste mit ihren diversen bezuschussten Projekten einfahren soll, aber auf der anderen Seite hochprofitable Geschäfte am Laufen hat, die rechtlich vollkommen getrennt von den anderen Projekten sein sollten. Wirklich stimmig erscheint mir dies nicht. Es besteht natürlich noch die Möglichkeit, daß bei einigen ihrer Projekte von vornherein klar war, daß sie sich niemals selbst tragen werden, aber sie sich hervorragend dafür eignen und auch darauf ausgelegt sind den Namen Schwarzer gewinnbringend zu promoten.

Sollte dieses Schwarzgeld oder Teile davon aus öffentlichen Zuschüssen stammen, würde ich von Zweckentfremdung und damit Veruntreuung sprechen. Sollte das Schwarzgeld aus verschwiegenen Einnahmen von Projekten stammen, erhebt sich die Frage, ob Fr. Schwarzer nicht auch bei der Beantragung öffentlicher Mittel mit gezinkten Karten gespielt hat.

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