Luxusprobleme der Grünen: Sprachgendern hat Priorität

Die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen hat auf ihrem Jahrestreffen beschlossen das „Gendern“ für eine geschlechtsneutrale Sprache zu vereinheitlichen und konsequent anzuwenden. Man kann also durchaus den Eindruck gewinnen, als ob es sich bei der Bundesdelegierten*innenkonferenz um eine Ansammlung von ausgemachten Idiot*innen handelt. Im Grunde können die auf ihrem Parteitag machen was sie wollen, aber als Wähler*innen sollte man sich wirklich sehr genau überlegen ob diese Truppe auch nur eine einzige Stimme wert ist. Viele der dort Versammelten*innen sitzen in öffentlichen Ämtern und auf Beamtensesseln und werden von Steuerzahler*innen alimentiert und für den Genderunsinn mit seinem Heer an Politoffizierinnen werden Milliarden pro Jahr verschwendet, die an anderer Stelle wesentlich besser eingesetzt werden könnten.

Die Lösung der aus dem Zustrom von Flüchtlingen resultierenden Probleme wie Sozialwohnungsbau, Schaffung hunderttausender Arbeitsplätze für Geringqualifizierte (der überwiegende der ankommenden Flüchtlinge hat keinerlei Ausbildung oder ist gar Analphabet) und der Integration in die Gesellschaft sollte bei einer angeblich so um das Soziale bemühten Partei im Vordergrund stehen. Nicht so bei den Grünen*innen. Offensichtlich ist man übersättigt und hat die Zeit sich den Luxus zu gönnen, Scheinprobleme einer verschwindend kleinen Minderheit (Zwitter*innen gibt es nur sehr wenige) zu lösen. Die Verhinderung von Parallelgesellschaften — die genaugenommen von den Grünen*innen ja gewollt sind, denn nichts Anderes ist ihr vielgepriesenes Multikulti, jeder bleibt in seinem Kreis —, der Ghettobildung mit ihrem Potential Brutstätten für immer neue Zuläufer*innen für den islamischen Terrrorismus des IS zu werden, gehören neben vielen anderen Problemen dringendst auf die politische Agenda einer Partei, aber das alles ist Pillepalle, verglichen mit der Sprachbereinigung von präzisen Formulierungen (Autofahrer ≠ Autofahrender) einer nichtgegenderten, verständlichen Sprache. Niemand kann ernsthaft wollen, daß diese Lingualtaliban*innen in irgendeiner Form Regierungsverantwortung übernehmen.

Bereits jetzt hat das blödsinnige und sprachverfälschende Gendern eine erhebliches Ausmaß angenommen und wird, wenn überall dort, wo die Grünen*innen in Entscheidungspositionen kommen, letztendlich verbindlich vorgeschrieben werden, denn mit Freiwilligkeit oder gar Toleranz gegenüber Andersmeinenden ist es bei den grünen Genderasten nicht weit her.

Außerdem ist es mit dem nun Beschlossenen nicht zu Ende, denn es sind längst weitergehende Vorschläge in der Pipeline. Eine Tabelle aus dem bereits an anderer Stelle gewürdigten Machwerk von Lann Hornscheidt [1] von der Humbug-Universität Berlin zeigt wo es langgehen soll (vgl. Tabelle). Bei konsequenter Anwendung werden dann Texte vollkommen unleserlich.

Tabelle Genderformen

Gegenderte Sprachformen nach Lann Hornscheidt, Was tun? Sprachhandeln — Aber wie? W_ortungen statt Tatenlosigkeit!

Literatur

  1. Was tun? Sprachhandeln — Aber wie? W_ortungen statt Tatenlosigkeit! AG Feministisch Sprachhandeln, Hrsg. Anna Damm, Evelyn Hayn, Lann Hornscheidt, Sonja Weeber. 2. Auflage 2014, 2015, 66 Seiten.

Nachtrag 20.11.2015

In Grünen-Kreisen hieß es außerdem, es gehe bei dem geplanten Beschluss nicht um Vorschriften für die Bevölkerung, sondern lediglich um einen Leitfaden für grüne Parteitagsbeschlüsse.

Diese Darstellung kann man bzgl. der Gesamtpolitik der Grünen wohl nur als glatte Lüge und Beschwichtigung bezeichnen.

  1. Es würde keinen Sinn ergeben diesen Sprachunsinn auf dem Bundesparteitag parteiübergreifend abzusegnen, wenn man nicht dahinter stünde, weil man es für die bessere, gerechtere Sprache hielte, die man bei Machtergreifung auch landesweit systematisch einführen wollte.
  2. In weiten Teilen der Verwaltungen mit ihren rot-grünen Mitarbeitern wird bereits jetzt auf die ein- oder andere Art gegendert. Es wäre also sinnvoll dies dann zu vereinheitlichen.
  3. Im Entwurf zum neuen Bildungsplan im grün-rot-regierten Baden-Württemberg ist bereits jetzt vorgesehen, daß die Schüler im Rahmen des Deutschunterrichts die geschlechtersensible Sprache erlernen sollen.

Die Aussage ist daher nichts weiter als systematische Wählertäuschung im weiten Vorfeld zur Wahl!

2 Kommentare

  1. Im Beschluß der Grünen hieß es „Wir gendern grundsätzlich alle Wörter“ – nicht nur Substantive sind Wörter! Da* dürften* die Grün*innen aber* viel zu tun haben, wenn sie den Fehler nicht korrigieren. Außerdem wollen sie den „Star“ verwenden, bei dem es sich in deutscher Sprache um einen Singvogel handelt.
    Weniger lustig jedoch sind weltweite Schäden, die Genderideologie seit Jahrzehnten bei Kindern, Familien, Kultur und Geschlechterbeziehungen anrichtet.
    http://www.amazon.de/s/field-keywords=Deichmohle+Geschlechter
    Siehe Buchreihe „Die beiden Geschlechter“

  2. XYZ sagt:

    Sprache ist kein bloßes Kommunikationsmittel, das auf neutrale Weise Informationen transportiert. Sprache ist immer eine konkrete
    Handlung und hat einen subjektiven Aspekt. Über Sprache bzw. Sprachhandlungen wird Wirklichkeit geschaffen und das Denken beeinflusst. Damit kann man sehr wohl Ungerechtigkeiten verändern, die konkret vorliegen. Und sie ist nicht unveränderlich, denn auch Sprache wandelt sich. Niemand redet heute so wie noch vor 200 Jahren.

    Ihr Text zielt einzig darauf ab, zu verunglimpfen, ins Lächerliche zu ziehen und Stimmung gegen andere zu machen.

    Das ist nicht demokratisch, das ist feindlich und gehässig.

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