Hirnströme bei Fehlhandlungen lassen Rückschlüsse auf biologisches Geschlecht zu

Frisch reinkommen, die Ergebnisse eines recht interessanten Experiments zu geschlechtsspezifischen Gehirnaktivitäten, durchgeführt von drei neurowissenschaftlichen Arbeitsgruppen, in einer Kooperation der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leizig und der Schule für Psychologie der Universität Nottingham [1].

Bei 874 gesunden Versuchspersonen (438 weiblich, 436 männlich) wurden die Hirnströme (EEG) gemessen, während sie eine Aufgabe [2] trotz Ablenkung durch äußere Reize wiederholt richtig ausführen mussten. Die dabei bedingt durch den Versuchsaufabu gewollt auftretenden Handlungsfehler der Probanden und deren Korrektur spiegeln sich in einer Veränderung der Hirnströme wieder, da das Gehirn den Fehler erkennt, eine Korrekturhandlung einleitet und versucht zukünftige Fehler zu vermeiden (bspw. durch Reduktion der Handlungsgeschwindigkeit oder durch Ausblenden der Wahrnehmung äußerer Reize). Hierbei zeigten sich in der Reaktion deutliche Unterschiede in den Hirnstrommustern zwischen Männern und Frauen. Im Allgemeinen erfüllten Männer die gestellten Aufgaben etwas schneller und ihre Gehirne reagierten stärker auf Handlungsfehler, wohingegen Frauen in der Verhaltensanpassung nach Fehlern flexibler reagierten, aber auch im Vergleich zu einer stärkeren Verlangsamung der nachfolgenden Tätigkeiten neigten.

Die genannten Differenzen in den Mustern waren derart auffällig, daß allein anhand der Kenntnis der Hirnstrommuster mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit das Geschlecht der Versuchsperson vorhergesagt werden konnte, ohne diese zu sehen. Offensichtlich ist also, daß die Gehirne von Männern und Frauen objektiv meßbar unterschiedliche Arbeitsweisen an den Tag legen. Relevant sind die Ergebnisse dahingehnd, daß es eine ganze Reihe psychischer Störungen bei den Geschlechtern mit unterschiedlicher Häufigkeit auftreten, also nicht gleichverteilt sind. Um die Mechanismen zu verstehen und letztendlich auch die Erkrankungen (besser) behandeln zu können, muss man jedoch zunächst einmal überhaupt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Gesunden kennen, denn nur dann lassen sich Abweichungen als Solche auch diagnostizieren.

Fazit

Wer hätte das gedacht, nicht nur daß es zwei biologische Geschlechter gibt, sondern die Gehirne von Männern und Frauen arbeiten auch noch unterschiedlich (wohlgermerkt unterschieldich, nicht gleichzusetzen mit besser oder schlechter).

Ein weiterer kleiner Baustein, der wieder mal die Unsinnigkeit dessen aufzeigt, was Genderisten postulieren — der Mensch komme quasi als leere Matrize zur Welt, um dann nachgeburtlich erst das Geschlecht sozial aufkonstruiert zu bekommen, welches aber frei wählbar bleibt — und in den „Gender Studies“ an diversen Universitäten als bewiesene Tatsache lehren, ohne jedoch selbst auch nur den Hauch eines Indizes vorbringen zu können, wie auch, denn bei den „Gender Studies“ handelt es sich weder um Wissenschaft, noch wird dort irgendetwas geforscht. Wobei man genau die o.g. Vorgehensweise von den Genderisten erwarten müsste, wenn sie denn tatsächlich Geschlechterforschung betreiben würden, statt dessen wird vollkommen beleglos die Existenz biologicher Geschlechter schlicht geleugnet oder dem widersprechend eine unsinnige Anzahl dieser postuliert.

Beim Homo sapiens (und nicht nur dort) gibt es einen ausgeprägten biologisch angelegten Geschlechtsdimorphismus und keinen soziologisch — durch Sprache — konstruierten, vom Individum jederzeit frei wählbaren Polymorphyimus, mit einer Auswahlmöglichkeit aus derzeit bis zu 4.000 verschiedenen Geschlechtern, wie von einigen Genderisten behauptet wird. Genausowenig ist es eine in der Biologie anerkannte Tatsache, daß es weitere Geschlechter gäbe, wie der durch die Boulevardpresse tingelnde Quatschwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß immer wieder behauptet. Der Reproduktionsapparat ist weit davon entfernt perfekt zu arbeiten, so daß es im Laufe der Entwicklung an vielerlei Stellen zu Störungen kommen kann, die im Endeffekt bei einem kleinen Teil der Population zu Mischformen oder nicht voll ausgeprägtem biologischen Geschlecht führen können. Daraus aber nun die Existenz weiterer Geschlechter ableiten zu wollen ist einfach nur blanker Unsinn.

Aber wie allgemein bekannt, ist Deutschland eine überaus reiche Industrienation, mit auf ewig sprudelnden Geldquellen, so daß es sich problemlos nicht nur das Herauswerfen von Geldern in Milliardenhöhe für Genderunsinn leisten kann, sondern auch Menschen mit vollkommen wertlosen pseudoakademischen Abschlüssen in „Gender Studies“ versehen kann.

Literatur

  1. Gender influences on brain responses to errors and post-error adjustments. A. G. Fischer, C. Danielmeier, A. Villringer, T. A. Klein, M. Ullsperger. Sci. Rep. 2016, 6: 24435 (PDF), DOI: 10.1038/srep24435, PubMed #
  2. Sex differences in error-related performance monitoring. M. J. Larson, M. South, P. E. Clayson. Neuroreport 2011, 22 (1): 44-48, DOI: 10.1097/WNR.0b013e3283427403, PubMed #21304441

2 Kommentare

  1. SDL sagt:

    wenn ich mal so auf mein leicht angestaubtes Allgemeinwissen zurück greifen kann, so hat doch die Rollenverteilung der Jäger und Sammler so ihre Spuren hinterlassen. Ob wohl ich gar nicht so für absolute Rollenverteilung bin. 😉
    Also stimmt es doch, das die Umwelt den Menschen formt.

  2. Wirklich beweisen können wir das Verhalten für die Frühzeit des Menschen nicht, aber bei „Naturvölkern“ ist das Rollenverhalten mehr als üblich. Schwangerschaft und Stillen vertragen sich auch eher nicht mit der Jagd nach Wild.

    Was ist an der Erkenntnis, daß die Umwelt den Menschen (und alle anderen Lebewesen) formt überraschend? Das Leben ist unter genau den äußeren Bedingungen entstanden, die eben herrschten und kann sich auch nur innerhalb dieser Grenzen bewegen. Jede Art, welche mit den Umweltbedingungen nicht klar kommt, stirbt aus. Somit ist alles Lebende immer das Produkt seiner Umwelt. Der Fehler liegt im (religiösen) Denken, daß der Mensch irgendwie außerhalb der Natur stünde. Das ist auch bei den Genderisten mit ihrem Konstruktivismus der Fall. Sie meinen durch das Nichtsagen bzw. das Wiederholen bestimmter Wörter oder Phrasen, ändere sich die Realität. Das ist nichst Anderes, als daß was ein Schamane macht: Der Versuch durch magische Beschwörungsformeln die Realität zu beeinflussen.

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