Ja meint Ja

Interessanter Artikel in der Washington Post zur Denkweise von Studenten im Zusammenhang mit den in den USA vermehrt verabschiedeten „Yes Means Yes“-Regelungen: Adults hate ‘Yes Means Yes’ laws. The college students I meet love them.

Yes Means Yes provides answers for so many of the private anxieties students scrawl on the index cards they pass to me anonymously during Q&A sessions, or wait in line to whisper to me after talks. Oftentimes, I’m the first adult they’ve encountered who talk with them directly about sex in a way that affirms that sex can and should be pleasurable and that they’re the ones who get to decide when and how it works for them. The questions are urgent and a little heartbreaking: How do I say “no” when it makes me feel guilty? How can I have fun hooking up without getting accused of sexual assault? How can I make my friends stop judging me about wanting too much sex, or not enough, or wanting the “wrong” things?

Weite Teile der USA sind exterm religiös und prüde. Insofern ist es nicht verwunderlich, daß sich an den Colleges haufenweise Leute befinden, die ein generelles Problem mit der Thematisierung sexueller Bedürfnisse haben. An der Unis stoßen sie auf Gruppen hoch ideolgiesierter Genderisten, die ihnen jetzt noch mehr oder weniger erfolgreich einzureden versuchen, daß man sein Geschlecht nach Belieben wechseln könne.

Generation Facebook möchte auch im realen Leben nicht auf den permanenten Strom an Likes verzichten. Man behauptet individuell sein, macht sich aber fortwährend Gedanken darüber, wie andere über einen urteilen. Wenn keine Likes kommen bricht Panik aus, kommt gar Widerspruch, empfindet man dies umgehend als gehasst werden.

Yes Means Yes tells students who have trouble setting boundaries that a good partner wants to know what your limits are; that if you tell someone what you don’t want and they respond badly, they’re not someone you want to have sex with.

Das kann aber nicht allein an mangelnder Aufklärung liegen. Das liest sich mehr, als ob hier eine vollkommen empathielose und egoistische Generation heranwächst. Sicher werden immer Grenzen ausgetestet, aber in „normalen“ Beziehungen, bzw. bei deren Anbahnung sollte ein (halb)erwachsenes Individuum durchaus von selbst merken, wenn sein Gegenüber nicht (mehr) will. Im Grunde stößt man hier auf ein Paradoxon. Noch nie in der Menschheitsgeschichte war der Zugang zu textueller und vor allen Dingen detailgetreuer visueller Darstellung menschlichen Sexualverhaltens in seinem gesamten Spektrum derart einfach zugänglich, aber wenn es denn zur Sache geht, herrscht nicht einfach nur Sprachlosigkeit, sondern ein Komplettversagen bei normalen zwischenmenschlichen Interaktionen. Verstärkt, wenn nicht gar verursacht wird das nun noch durch den Genderismus, der an allen Ecken Denk- und Sprechverbote auferlegt und allerorten „Safe Spaces“ einfordert. Wobei nicht klar ist, ob der Genderismus tatsächlich die Ursache ist oder der Unsinn nun nur seinen fruchtbaren Boden vorfindet auf dem er gedeihen kann.

Kaminer’s gender assumptions are no anomaly — critics of affirmative consent almost universally assume that the standard is intended to punish men and protect women.

Wundert das? Seit Jahren wird doch von den inzwischen leider institutionalisiert allgegenwärtigen Genderkadern der weiße heterosexuelle Mann als das Böse schlechthin dargestellt, vor dem Frauen ständig beschützt werden müssen.

Not only does that erase sexual assaults in which the perpetrator isn’t male, it also ignores the reality that men are more likely to be raped than they are to be targeted by an (exceedingly rare) false allegation.

Der Widerspruch zum Genderismus ist offensichtlich, denn dort können Männer keine Opfer sein, sie sind immer nur Täter!

And it teaches people of all genders that it’s easy to make sure you’re not hurting anyone during sex: Just show up and pay attention to your partner; listen to what they’re telling you; and if you can’t tell, you have to ask. That’s especially helpful for young men, many of whom are worried that they’ll accidentally violate their sex partners, somehow, just by way of being male.

Offenbar fehlt der nachfolgenden Generation nicht nur die Empathie, sondern es herrscht auch ein eklatanter Mangel an Selbstsicherheit. Aber dennoch ist es erstaunlich was die jahrelange Indoktrination mit dem Genderquatsch für Erfolge zeitigt, daß die jungen Männer bereits die Tatsache, daß sie auf Grund ihres männlichen Geschlechts (obwohl der Genderismus ja eigentlich predigt, daß Geschlechter in der Realität nicht existieren und nur soziale Konstrukte sind) eine Gefahr für Andere darstellen, zu verinnerlichen beginnen.

There is plenty of evidence that these policies can be effective, and not just in the e-mails I receive from grateful students. (I hear both from students who tell me that practicing Yes Means Yes has given them the best sex of their lives, as well as from students who don’t want to be sexually active who thank me for teaching that their choice is valid and good.)

Die Autorin bezieht sich hier auf Studenten! Wenn sie keine vorgefertigte Anleitung zum Abarbeiten haben, können sie nicht zum Ausdruck bringen was sie selbst nicht wollen und verstehen nicht was Andere nicht wollen. Man fragt sich, was die mit ihrer Unselbständigkeit an Universitäten zu suchen haben, denn der Sinn eines Studiums und erst recht die nachfolgende Tätigkeit ist selbstständiges Denken und Erarbeiten von Sachverhalten. Wie soll diese Generation jemals Wissenschaft betreiben?

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