SPD: 15 Jahre Erfolgsgeschichte Berlin

Berlins Bürgermeister Michael Müller hat mal wieder beredt Zeugnis vom vollkommenen Realitätsverlust der SPD abgelegt. In einem Brief an die 17.000 Beliner SPD-Mitglieder hat er die äußerst steile These

Das Berlin der letzten 15 Jahre ist eine Erfolgsgeschichte.

aufgestellt und wie immer sind die Bürger nur zu dumm es zu merken. Das ist kein Sarkasmus von ihm, der Mann meint das aus innerer Überzeugung vollkommen Ernst. Wer ist schuld daran? Nein, wie immer natürlich nicht die SPD, iwo, wo käme sie denn hin Fehler einzugestehen, nein nie und nimmer, schuld sind kritische Journalisten und rechte Politiker (Tagespsiegel, B.Z.)! Kritische Journalisten? Was für kritische Journalisten? Die SPD wird in Berlin doch geradezu pfleglich behandelt und die politische Rechte ist auch eher schwach in Berlin und nicht im Abgeordnetenhaus vertreten.

Permanente Mauschelaffären, marode Schulen, desolate Behörden — insbesondere die Bürgerämter — zerfallende Infrastruktur, eine vollkommen überlastete Polizei, nicht zu vergessen ein schwarzes Loch als Flughafen, rd. 3.000,- € Subventionen aus dem Bundesfinanzausgleich für jeden Berliner, und noch Vieles mehr, aber für Michael Müller ist das eine einzige Erfolgsgeschichte. Unter den Bedingungen möchte man gar nicht wissen, wie ein Mißerfolg der SPD aussehen könnte. Den einzigen „Erfolg“ den sich Michael Müller und sein Vorgänger, der ehemals regierende Partymeister Klaus Wowereit, auf die Fahne schreiben können, ist die erfolgreiche Unterwanderung der Behörden mit parteitreuen Genderkadern, die Kosten verursachen, ohne Leistung zu erbringen. Und der Mann will tatsächlich zusammen mit seiner Partei weiter regierender Bürgermeister von Berlin bleiben.

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