Müllers Sprecherin in den einstweiligen Ruhestand versetzt

Der alte und wohl auch neue regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), jener Müller der jetzt nach der Wahl in Berlin großspurig meint mit seiner 21%-SPD vom Wähler den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten zu haben, versteht es immer wieder sich beim Volke einzuschmeicheln. Jener grandiose Volkstribun hinter dem sich rund 14% der Wahlberechtigten versammelt haben, hat als erste Amtshandlung nach der Wahl seine 37-jährige Sprecherin, Daniela Augenstein, aus rein persönlichen Animositäten in den einstweiligen Ruhestand versetzt.

Der RBB berichtet, Berlins Bürgermeister habe dort erklärt, die Entscheidung über die Versetzung Augensteins in den Ruhestand sei von beiden gemeinsam getroffen worden. Dies sei schon vor Monaten besprochen worden und sollte nach der Wahl verkündet werden.

Richtig gemacht, wie sollte man sonst die Wahl gewinnen? Und warum sollte es für den Berliner Wähler überhaupt von Interesse sein, daß solche Ruheständler aus Steuergeldern finanziert werden (Besoldungsgruppe B11, wenn ich nicht irre), kommt ja schließlich über den Finanzausgleich wieder rein.

Ja, bei solchen Meldungen weiß man, was man(n) im Leben falsch gemacht hat.

Nachtrag 21.09.2016:

Die Berliner Morgenpost hat es ausgerechnet:

Jetzt bekommt Daniela Augenstein für drei Monate ihre vollen Bezüge von 8900 Euro brutto. Für ebenso viele Monate, wie sie im Amt war, steht ihr dann ein Ruhegehalt von 71,75 Prozent zu, das entspricht 6385 Euro. Weil sie im Dezember 2014 anfing, könnte sie dieses Geld für 21 Monate bekommen. Allerdings wird das Ruhegehalt mit anderen Einkünften verrechnet.

6.385 € pro Monat aus Steuergeldern weil man nicht in der Lage ist, professionell zu agieren, danach geht’s aber weiter:

Nach dem Ende des erhöhten Ruhegehaltes erhält sie das tatsächlich zum Zeitpunkt der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand verdiente „Normalruhegehalt“. Das betrage mindestens 3000 Euro brutto.

Daniela Augenstein ist Müllers politisches Ziehkind in der SPD, denn er war es, der ihr in der öffentlichen Verwaltung ein sicheres Auskommen verschafft hat. Im Dezember 2015 Beamtin auf Lebenszeit, nach dem Jahreswechsel beschließt man getrennte Wege zu gehen. Zufälle gibt’s. In der SPD prügelt man sich, aber vor allen Dingen versorgt man sich rechtzeitig gegenseitig mit Posten.

Weiter so, schaffen sie uns!

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