Bluttat in Hameln eine reine Beziehungstat?

Nach dem Mordversuch in Hameln wird momentan von einer Beziehungstat ausgegangen, aber mich würde es nicht wundern, wenn doch mehr dahinter stecken würde. Einerseits kam es vielleicht wirklich zum Streit um den gemeinsamen Jungen und die Rückgabe der Mitgift, andererseits hat die Tat auch den Beigeschmack nach einer größeren Auseinandersetung zwischen den Clans bzw. Clanteilen. Nachdem er seine Exlebensgefährtin (Exfrau nach islamischen Recht, da sie nach dem hier nicht gültigen islamischen Recht verheiratet und geschieden gewesen sein sollen) niedergestochen hat, bindet er die Frau mit einem Seil an die Anhängerkupplung seines Wagens und schleift sie am helllichten Tag mitten durch die Stadt. Daß sich das Seil vom Wagen löst, könnte ihr evtl. das Leben gerettet haben, war aber wohl nicht vorgesehen. Ein Mordversuch in aller Öffentlichkeit, nicht versteckt in einem Hinterzimmer. Es entsteht der Eindruck nach einer öffentlichen Hinrichtung, als eine an den Clan seiner Exlebensgefährtin gerichteten Nachricht. Seine Exlebensgefährtin eben schlicht das geeignete Opfer war. Hinter der Angelegenheit könnte daher durchaus mehr stecken, als „nur“ ein blutig ausgetragener Beziehungsstreit, auch weil sich nun die kurdische Gemeinde von dem Paar als Kurden distanziert:

Die Kurdische Gemeinde in Deutschland widersprach derweil Angaben der Polizei, wonach es sich bei dem Mann und der Frau um Kurden handeln soll. Diese gehörten zu einem arabischen „Clan“ aus dem Libanon und der Türkei, der unter dem Namen „Mhallami-Kurden“ auftrete, aber kein Teil der kurdischen Gemeinschaft in Deutschland sei, teilte der Verband mit.

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