Weihnachtsmarktattentat Berlin: Warum nur eine kurze Strecke?

Der schwerkriminelle Weihnachtsmarktattentäter von Berlin, der Tunesier Anis Amri, ist in Mailand von der Polizei erschossen worden, weil er sich einer Ausweiskontrolle mittels Schusswaffe entziehen wollte. Das ist jetzt sicherlich kein Umstand, über den man außerordentlich traurig sein muss, aber es wird sich vielleicht nicht mehr wirklich klären lassen, warum der Attentäter eigenartigerweise nur ein eher kurzes Stück bogenförmig über den Weihnachtsmarkt gefahren ist und nach ein paar Buden wieder auf die Straße zurücksteuerte. Ein verkehrstechnischen Grund (Hindernisse wie Poller u.ä., mangelnde Breite) gab es dafür jedenfalls nicht. Er hätte nach Einfahrt in den Weihnachtsmarkt nur das Lenkrad auf geradeaus festhalten, das Gaspedal durchtreten und den Platz entlang fahren müssen. Ein lange befahrbare Gasse war gegeben, um dutzende weitere Menschen zu überrollen. Eine Erklärung könnte, sofern die Berichte über die Obduktion des polnischen LKW-Fahrers stimmen, daß dieser während des Attentats noch lebte, sein, daß der polnische Fahrer bereits schwerverletzt ins Steuer gegriffen hat und somit womöglich etlichen Menschen Leben und Gesundheit gerettet hat. Wenn dies zuträfe, dann wäre er der eigentliche Held in dieser Angelegenheit gewesen.

Gasse des Weihnachtsmarkts am Breitscheidplatzin Berlin

Unversehrter Gassenteil des Weihnachtsmarkts am Breitscheidplatz in Berlin vom Vormittag nach dem Attentat. Die weiße Wand am Ende der Gasse ist die von der Polizei nach dem Attentat errichtete Sichtschutzabsperrung.

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