Hilfsgärtner

Merkwürdige Ideen, die der Ökonom und Migrationsexperte Thomas K. Bauer so äußert. Weil der deutsche Arbeitsmarkt sehr stark an Zertifikaten orientiert ist, sollte man weitere Zertifikate für geringstqualifizierte Migranten schaffen, wie z.B. Hilfsgärtner und Hilfsschweißer, um sie in die Arbeitswelt zu integrieren.

Aber wir konzentrieren uns zu sehr auf Flüchtlinge, auch im Koalitionsvertrag. Das ist ein Fehler, denn es wird vergessen, dass auch sehr viele Zuwanderer aus den EU-Ländern kommen. Diese Zuwanderung wird hoffentlich nicht abebben, wir haben ja immer noch den demografischen Wandel und den daraus folgenden Fachkräftebedarf. Schon jetzt hat jeder Fünfte in Deutschland einen Migrationshintergrund. Das Phänomen von Zuwandererkindern in Schulen wird es also auch weiterhin geben. Wir sollten die Systeme darauf einstellen, dass es Standard ist, Kinder und Jugendliche ohne Deutschkenntnisse an den Schulen aufzunehmen.

Deutschland gehört mit zu den am dichtesten besiedelten Gegenden der Welt, aber es wird generell davon ausgegangen, daß alle Probleme immer nur durch Zuwanderung und Erhöhung der Bevölkerungszahlen zu lösen sind. Langfristig würde jedoch ein Sinken der Bevölkerungszahl viele Probleme gar nicht erst aufkommen lassen und würde die Lebensqualität insgesamt erhöhen. Es wäre daher besser, zu versuchen den kritischen Wendepunkt bei der Überalterung zu bewältigen, ähnlich wie es Japan versucht. Die Zuwanderung hält auch nur solange an, wie es Deutschland wirtschaftlich gut geht. Bei einer Reszession, die mit Sicherheit kommen wird, sind dann die Menschen hier und wollen weiter alimentiert werden. Bereits heute und ohne die Zuwanderung lebt ein erheblicher Teil der Bevölkerung von Transfergeldern — teilweise ist das politisch auch so gewollt — und nicht von produktiver Arbeit, bisher hat Zuwanderung dieses Problem weiter verschärft.

Außerdem geht es der Politik bei der Zuwanderung derzeit überhaupt nicht um die sachgerechte Lösung des demographischen Wandels, sondern um die Durchsetzung ideologischer Anschauungen. Es besteht in weiten Teilen der Politik, bis hinein in die UN die völlig weltfremde Annahme, man könne Afrikas Probleme dadurch lösen, daß man Menschen im Großen Maßstab von dort nach hier übersiedeln lässt („Relocation“). Auch wenn das für einige Individuën funktionieren kann, kommt man im Großen der Lösung keinen Schritt näher. Selbst wenn wir hier jedes Jahr 1 Million aufnähmen, werden in Afrika in der gleichen mehrere Millionen geboren. Der Abfluss der Bevölkerung aus Afrika durch Umverteilung macht sich in Afrika überhaupt nicht bemerkbar, schafft aber hier, wie inzwischen überdeutlich ist, massive Probleme. Eine realistische Politik würde Afrika mit seinen eigenen Problemen konfrontieren, die es selbst zu lösen hat, vorne weg den Bevölkerungszuwachs und gleich nebendran die Korruption. Der Kolonialismus hat den afrikanischen Völkern viel Unrecht angedeihen lassen, aber dies kann nicht als Entschuldigung dafür herhalten, daß sich die Afrikaner heute gegenseitig das Leben zu Hölle machen und die Entwicklung dadurch massiv gebremst wird. Der größte Feind der Afrikaner ist der Afrikaner.

Bauer: Der schulische Hintergrund vieler Flüchtlinge lässt nicht erwarten, dass sie die theoretischen Prüfungen in der dualen Ausbildung ohne Weiteres schaffen.
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So könnte man Berufe wie Hilfsgärtner oder des Hilfsschweißers schaffen. Das ist nicht nur eine Chance für Flüchtlinge, sondern für alle Arbeitslosen.

Wir schreiben das 21. Jahrhundert und Deutschland ist eine Industrienation. Es fragt sich, wie lange noch, denn die Entwicklung vieler moderner Techniken ist an Deutschland vorbei gegangen, wurde teilweise sogar von der Politik aktiv behindert. Wir sind auf vielen Gebieten zu reinen Konsumenten geworden. Deutschlands Industrie lebt in vielen Bereichen nur noch von der Substanz und von ihrem Ruf, aber das wird nicht so bleiben.

Es geht um Hochtechnologie, Breitbandversorgung, Vernetzung, Robotik, Industrie 4.0 und hier kommt jemand und schlägt als Teil der Lösung des Problems von unqualifizierten Migrantenströmen die Schaffung von Hilfsgärtnern als neuen Beruf vor. Was nützt es, wenn diese Geringqualifizieren dann diese neuen Zertifikate haben, sie aber schlicht nicht benötigt werden? Nichts, im Gegenteil, sie müssen weiter über Transfergelder finanziert werden. Die zukünftige Industrie wird nicht mehr Menschen benötigen, sondern weniger und das bei höherer Produktivität. Hilfsgärtner und Hilfsschweißer dürften so ziemlich die letzten Bereiche sein, in denen wir eine große Anzahl an Menschen werden unterbringen können. Es wäre weitaus ehrlicher endlich der Tatsache ins Auge zu blicken, daß wie den überwiegenden Teil der Migranten nicht gebrauchen können.

Was aber durch die massive Zuwanderung von Un-, Gering- und Fehlqualifizierten passieren wird, ist die Herausbildung einer Feudalgesellschaft, in der es für jeden kleinen Botengang, denn nicht alles wird sich digital über das Internet erledigen lassen, einen dienstbaren Geist geben wird, der dies für kleines Geld erledigt. Der Ausgeglichenheit in der Gesellschaft dürfte dies nicht gut bekommen, wie man bspw. in Indien gut beobachten kann.

Ein Kommentar

  1. uwe hauptschueler sagt:

    Welt

    Warum sind die Schulen als
    Integrationsorte Nummer eins so schlecht aufgestellt?

    Warum lassen sich mit einer Dampwalze so schlecht Kartoffeln schälen? Weil sie nicht dafür konzipiert ist.

    Bauer: Der schulische Hintergrund vieler
    Flüchtlinge lässt nicht erwarten, dass sie die
    theoretischen Prüfungen in der dualen Ausbildung
    ohne Weiteres schaffen.
    […]
    So könnte man Berufe wie Hilfsgärtner oder des
    Hilfsschweißers schaffen. Das ist nicht nur eine
    Chance für Flüchtlinge, sondern für alle
    Arbeitslosen.

    Um eine Gärtner- oder Schweisserlehre beginnen zu können, braucht man einen Hauptschulabschluss. Den kann man nachholen. Wenn Herr Bauer meint, die Zuwanderer seien dazu zu blöd dann ist dies auch nur eine Art Rassismus. Um Zuwanderer an den hiesigen Bildungsniveau heranzuführen sind die Standardschulen bestens ungeeignet. Dafür bedarf es Sonderschulen mit angepassten Fächerkanon, also Lesen und Schreiben in Deutsch + Englisch und Rechnen. Singen, Hüpfen und Beten zu lehren und lernen ist ein Luxus für den die Ressourcen fehlen.
    Die Leute, die bei uns angelandet sind, sind zwar ungebildet und haben mehrheitlich einen religiösen Dachschaden aber wenn sie blöd wären hätten sie die Anreise nicht geschafft.

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