Hochschule für Wirtschaft und Recht ersetzt Leerinhalte durch Lehrinhalte

Bei der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin gibt es Aufruhr von 26 Professoren, davon 10 im Ruhestand. Die Gruppe wirft dem Dekan des Fachbereichs Wirtschftswissenschaften vor die Lehrinhalte auf konservativen und wirtschaftsliberalen Kurs bringen zu wollen.

Den Studierenden soll nur noch (scheinbar) unmittelbar verwertbares Wissen vermittelt werden. Sie sollen nicht fragen, kritisieren, reflektieren oder wissenschaftliche Neugier entwickeln, sie sollen vor allem funktionieren“, heißt es in einem Brief vom 22. Oktober an den Vorsitzenden des Kuratoriums der HWR, Steffen Krach, Berlins Staatssekretär für Wissenschaft.

Studierenden? Man hört die Nachtigall trapsen. Eine Fachhochschule ist weitaus mehr als eine Universität darauf ausgerichtet, praxisnahes, direkt auf den Beruf vorbereitendes Wissen zu vermitteln. Doch worum geht es genau?

Bislang für das Profil der HWR wichtige Professuren mit Schwerpunkten auf Nachhaltigkeit, Sozialpolitik oder Gender drohten gar nicht oder mit einer ganz anderen Ausrichtung wiederbesetzt zu werden, schreiben die Kritiker an den Staatssekretär und listen sechs betroffene Professuren auf. Sie gehen aber davon aus, dass es bei diesen sechs nicht bleibt.

Entsprechendes befürchten die Kritiker für drei weitere Professuren. Gefährdet sei weiterhin die Wiederbesetzung der Professuren „Verteilung und Sozialpolitik“ sowie „Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Geschlechterverhältnisse“. Gebe es für letztere keine Neubesetzung mit vergleichbarem Profil, werde das eine weitere spürbare Lücke am bundesweit einzigartigen Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der HWR reißen. Schon die Professur „Makroökonomie mit Schwerpunkt Verteilung und Sozialpolitik“, die ebenfalls Gender als einen Schwerpunkt hatte, bleibe offenbar unbesetzt.

In der HWR stemmt man sich also gegen den um sich greifenden Genderwahn.

Weitere Vorwürfe: In mehreren Studiengängen seien sozialwissenschaftliche Bereiche zu abwählbaren Modulen herabgestuft oder ganz gestrichen worden.

Das ist doch mal ein Wort! Das nenne ich ökonomisches Handeln, den Studenten wird mehr Zeit gegeben sich mit relevanten Inhalten zu befassen.

Also kurz zusammengefasst: Das Dekanat möchte, daß die Studenten in seinem Wirkungsbereich etwas Fachliches lernen und als Mittel dazu werden Leerinhalte durch Lehrinhalte ersetzt. Das ist politisch höchst unkorrekt und natürlich rechts.

Die Kritiker, eine Minderheit, werfen der Mehrheit der Professoren und dem Dekanat vor, bei Berufungen und bei der Gestaltung des Curriculums „rigoros“ die eigene politische Linie durchzusetzen. Diese Linie charakterisieren sie mit Begriffen wie „rechts“, „konservativ“ und „wirtschaftsliberal“. Sei es früher gute Sitte gewesen, eine „Kompromisskultur“ zu pflegen, „akademische Argumente auszutauschen“ und auch der Minderheit die Durchsetzung von Interessen zu gewähren, regiere die Mehrheit im Fachbereichsrat seit ein paar Jahren „durch“

Eine Mehrheit ist nun mal eine Mehrheit, aber bisher waren es Genderisten gewohnt als Schwanz mit dem Hund wackeln zu können. Ich kenne zwar die 26 die Revoltierenden nicht, aber erwartungsgemäß dürften sie als linke Professoren weitaus dogmatischer sein, als die vermeintlichen Konservativen. π × Daumen, lässt sich nämlich sagen, daß je weiter links sich eine Lehrkraft im politischen Spektrum befindet, desto dogmatischer ist sie und desto weniger ist es möglich negative Kritik anzubringen oder alternative Gedanken zu diskutieren. Im Gegenteil wer dies tut, muss mit erheblichen Nachteilen bei der Bewertung rechnen. Der typisch linke Begriff vom Führen eines Diskurses beschränkt sich im Wesentlichen darauf, linke Theorien als die ultimative Wahrheit zu verkünden. So ist der linke Diskurs schlicht eine Dikussionsverweigerung. Gleiches trifft übrigens auch auf politische Parteien zu. Bei linken Veranstaltungen treffen sich Menschen, die die Wahrheit gefunden zu haben glauben und somit keine Kritik mehr dulden, wohingegen bei Konservativen durchaus noch die Bereitschaft erkennbar ist, alternative Meinungen überhaupt anzuhören, auch wenn diese hinterher oftmals verworfen werden. Sieht man derzeit gut an der SPD. Die Wählerzustimmung schwindet wie Eis in der Sonne, aber substantielle Selbstkritik oder gar ein Überdenken eingenommener Positionen findet nicht statt, dafür versichert man (sich), welch großartige Arbeit man leistet. Zum Ausgleich werden unzählige Gründe herbeifantasiert (die Wähler hätten sie nicht verstanden, der Streit zwischen CDU und CSU, etc.), welche die Misere erklären sollen.

„Wir betonen aber, dass Berufungen von Professorinnen und Professoren nicht nach politischen Erwägungen, sondern nach dem Prinzip der Bestenauslese erfolgen. Insbesondere sollten alle Professorinnen und Professoren in ihrer Dienstausübung parteipolitisch neutral bleiben.“

Hier will tatsächlich jemand nach fachlichen Gesichtspunkten berufen und nicht nach Quote. Das geht natürlich gar nicht, denn dann bekommen Genderisten keine Stellen mehr ab. Das ist es, was die Genderisten auf die Palme bringt, man ist nicht mehr in der Lage eigene Leute unterzubringen. Hinzu kommt, daß eine Auswahl nach Leistung und Qualität im Genderbereich sowieso als patriarchales Machtinstrument verstanden wird.

Auch die Forderung nach einer parteipolitischen Neutralität während der Dienstausübung widerspricht fundamental linken Wertvorstellungen, denn danach muss jeder immer und überall Haltung zeigen. Eine neutrale Position ist in linken Kreisen unbekannt. Allerdings sind Genderisten in punkto Qualität als Nichtbetroffene gewissermaßen selbst die neutrale Instanz.

Die Politik im rot-rot-grün regierten Berlin soll nun die qualitätsbasierte Auswahl der HWR wieder auf die politische korrekte Genderlinie bringen. Sollte auf Briefe vom Senat die gewünschte Wirkung bei der HWR ausbleiben, werden dann sicherlich bald Vorwürfe von sexueller Belästigung ruchbar werden.

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