Explosive Schinken

In Frankfurt wurde gerade ein Mann wegen versuchter Einfuhr von vier Panzerfäusten zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Die Panzerfäuste waren als Schinken getarnt/deklariert, dennoch ist der Transport dem bosnisch-kroatischen Zoll aufgefallen.

Für den Versuch, vier Panzerfäuste als Schinken getarnt von Bosnien nach Deutschland zu schmuggeln, ist ein 44 Jahre alter Mann zu einem Jahr und neun Monaten Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Frankfurt ging in dem Urteil am Montag von versuchter Einfuhr verbotener Kriegswaffen aus. (AZ 6340 Js 204928/18)
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In Deutschland richteten sich die Ermittlungen gegen den Auftraggeber, der vor Gericht ein pauschales Geständnis ablegte, über Einzelheiten jedoch schwieg.

Gericht und Staatsanwaltschaft deuteten ihm gegenüber eine Bewährungsstrafe an, wenn er das Verfahren auf diese Weise abkürzen würde. Strafverschärfend fielen zahlreiche Vorstrafen ins Gewicht, darunter eine Verurteilung wegen Mordversuchs zu achteinhalb Jahren Haft 2006.

Der Auftraggeber ist doch eigentlich die weitaus gefährlichere Person als der Transporteur, der wußte doch genau warum er keine Details preisgab und die „Strafe“ auf sich nahm. Das ist seine Unfallversicherung. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, daß es schon etliche andere Kriegswaffen nach Deutschland geschafft haben dürften. Wer also rüstet sich hier für was auf? Es scheint als gingen wir heißen Zeiten entgegen. Aber zum Glück haben wir offene Grenzen, so das sich die Gegenseite zwecks Verteidigung auch entsprechendes Material heranschaffen kann.

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