Queerfeministische Klimagerechtigkeit

Die Bewerbung von Rebecca Morsch als Beisitzerin zum Bundesvorstand der Grünen Jugend war erfolgreich. Wie Insider munkeln war für den Erfolg ihre brillante Rhetorik mit der bisher dümmsten Kreation im sinnlosen Aneinanderreihen von Wörtern auschlaggebend: Queerfeministische Klimagerechtigkeit. Ich halte das ja schon für homophob sich gegen ein weiter zunehmendes schwüles Klima auzusprechen.

In ihrer Bewerbung hatte sie versucht genauer auszuführen wohin denn die Reise gehen soll:

KLIMAKRISE BEKÄMPFEN HEISST KAPITALISMUS BEKÄMPFEN!

[…]
Dabei darf nicht der Preis für CO2 Zentrum der Maßnahmen sein, denn das Problem ist der Kapitalismus und seine Auswirkungen selbst. „System Change not Climate Change“ muss für uns mehr sein als eine hohle Phrase auf Klimademonstrationen. Systemwandel und eine radikale Transformation müssen wir als ernsthafte Forderung verstehen, systemische Ursachen zu bekämpfen und Lösungen und Visionen schaffen, die am Ende ein Leben für alle Menschen weltweit ermöglichen!

Klare Aussage, es geht um den Systemwechsel hin zum Sozialismus. Der Sozialismus ist ja auch weltweit berühmt für seinen vorbildlichen Umweltschutz. Sozialistische Naherholungsgebiete wie Bitterfeld in der DDR haben diesbezüglich Maßstäbe gesetzt.

Sie benutzen alle die Produkte des Kapitalismus ohne Scheu und Scham, sie kommen keine fünf Minuten ohne sie aus, aber wünschen sich den Sozialismus zurück und wollen den Kapitalismus überwinden. Offen bleibt wie sie das genau erreichen wollen. Ohne umfangreiche Verbote wird dies nicht möglich sein und welche Wirkung die haben kann man in der Weltgeschichte bewundern. Immer dann, wenn sozialistische Ideen die Oberhand gewannen ging der Lebensstandard binnen kürzester Zeit in den Keller. Aktuell gerade exemplarisch an dem eigentlich reichen Venezuela zu bewundern.

KEINE KLIMAGERECHTIGKEIT OHNE GESCHLECHTERGERECHTIGKEIT!
Die Klimakrise betrifft zwar alle, aber nicht alle auf gleiche Art und Weise. Besonders marginalisierte Gruppen sind von der Klimakrise am stärksten betroffen. So sind Feminismus und Klimaschutz voneinander untrennbar. Eine gleichberechtigte politische Teilhabe und Repräsentation aller Geschlechter bei klimapolitischen Entscheidungen auf der einen Seite und eine Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Folgen der Klimakrise auf der anderen Seite müssen deshalb immer Teil unserer Klimapolitik sein. Auch in den Lösungsansätzen sind patriarchale Denkmuster allgegenwärtig, obwohl feministische Diskurse einen Ausweg bieten. Das Patriarchat und die Klimakrise gehen Hand in Hand. Wir müssen deshalb eine feministische, intersektionale Klimapolitik vorantreiben, die Geschlecht berücksichtigt und besonders die Bedürfnisse und Interessen marginalisierter Gruppen in den Blick nimmt. Im Bundesvorstand würde ich mich daher gerne dafür einsetzen, das Thema Feminismus in Klimagerechtigkeitsdebatten noch sichtbarer zu machen, damit es ein fester Bestandteil unserer Bildungsarbeit und unserer klimapolitischen Forderungen wird.

Mal ganz davon abgesehen, daß Diskurse allein grundsätzlich keine Auswege bieten, sollen nun gerade feministische Diskurse einen bieten? Meint die etwa die konstruktivistischen genderfeministischen Unsinnsdialoge, bei denen die Realität duch Worte je nach Bedarf geschaffen bzw. vernichtet wird? Dementsprechend entstünde die „Klimakrise“ gerade erst durch ihre Erwähnung. Folgte man dieser Auffassung müssten Begriffe wie Klimaerwärmung, Klimakrise, Klimakatastrophe und Verwandte strikt gemieden, ja sogar verboten werden, dann würde sich das Problem in Luft auflösen. Ein Verbot über das Sprechen von Kohelndioxid würde dieses aus der Atmosphäre entfernen. So funktionieren feministische Dialoge.

Immer daran denken, diese Leute der nächsten Generation wollen die Welt retten!

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