In BER rollt und fliegt es ab jetzt

Jetzt wird es Ernst am „neuen“ Berliner Flughafen BER. Nachdem sich etliche Leute und Firmen die Taschen mit Steuergeldern vollgestopft haben und niemand für irgendwas verantwortlich ist (nicht verwunderlich, da starker SPD-Einfluss), sondern sich jeweils rechtzeitig vom Acker gemacht haben, sollen dort jetzt tatsächlich richtige Flugzeuge, sogar mit Passagieren abheben und landen, auch wenn der Flugplan noch reichlich mager ist. Auch der unterirdische Bahnhof hat dieser Tage seinen Regelbetrieb mit richtigen Menschen in den Zügen aufgenommen.

Beim Bahnhof hat man aber denselben Fehler gemacht wie vor Jahren in Frankfurt am Main (FFM), die Bahnsteige sind auch beim BER, besonders bei der S-Bahn, stellenweise, ursächlich durch die Zugänge zu den Bahnsteigen, gefährlich schmal, zumindest dann, wenn es kein Geisterbahnhof sein sollte, sondern belebt von Menschen mit ihrem Gepäck und wenn sich die Zugpassagiere gleichmäßig über die Zuglänge an den Zugtüren verteilen sollen. In dem angeflanschten, relativ kleinen Bahnhof in FFM ging das wahrscheinlich nicht anders, aber unter dem Flughafengebäude des BER wäre genug Platz gewesen die Sache wirklich großzügig anzugehen. Aber die Kleingeister haben bei der Planung gewonnen und beim Geldausgeben verloren.

Vom Bahngleis aus ist es möglich, mit dem Aufzug direkt in die Check-in-Halle zu fahren. Das sei ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. „Es gibt keinen anderen Flughafen in Deutschland, der so kurze Wege zum Bahnhof hat“, sagte Lütke Daldrup.

Das mag ja sein, aber kein Mensch fliegt wegen dieses Alleinstellungsmerkmals einen Flughafen an. Ohnehin ist es schon merkwürdig bei einem Flughafen gerade den Bahnhof hervorzuheben, aber wenn man sonst nichts hat, womit man angeben kann.

Ziel ist es deshalb auch, dass möglichst viele der künftigen Fluggäste mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an- und abreisen. Lütke Daldrup sprach am Sonntag von zwei Dritteln der Passagiere.

Es waren mal Passagierzahlen von 47 Millionen im Gespräch, zwei Drittel davon wären 31 Millionen Bahnsteigbenutzer mit Gepäck zuzüglich Begleitende. Wenn das also von Anfang an die Zielvorstellung war, kann man getrost um so deutlicher von Fehlplanung beim unterirdischen Bahnhof sprechen. Da wäre klotzen angesagt gewesen, denn auch die Fahrstühle glänzen nicht gerade mit Größe und Anzahl und Rolltreppen haben eher seltenheitswert.

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