Sex-Abgabe für Heteromänner

Welcher heterosexuelle Mann ahnte es nicht schon immer, Sex mit Menschen mit Vagina, früher einfach vulgär als „Frauen“ verunglimpft, ist, nun ja seien wir ehrlich, man kann es nicht anders sagen, Igitt … aber saugeil. Wir haben in dieser Art auch nichts Anderes wirklich Brauchbares, daher nimmt Mann halt was Mann kriegen kann. Aus jener bloßen, dunklen Ahnung ist nun heute sichere Gewissheit geworden wie FamoS — Fachblatt für moderne Sexologie —, unter Insidern auch als taz bekannt, zu berichten und die auf Loriot zurückgehende Erkenntnis „Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte“ zu bestätigen weiß: Heterosex ist nicht natürlich (Archivverweis).

Ich habe nichts gegen Heteros. Ich habe heterosexuelle Freunde. Manchmal schlafe ich sogar selbst mit Cis-Männern. Alle sollen von mir aus Sex haben, wie und mit wem sie wollen. Aber ich muss jetzt trotzdem mal was sagen: Heterosex ist einfach nicht natürlich. Ich denke mir das ja nicht aus, das sind die biologischen Fakten. Sperma und Scheidenflora haben völlig unterschiedliche PH-Werte. Die Vagina hat ein saures Milieu, um Krankheitserreger abzuwehren. Durch das basische Sperma steigt der PH-Wert zumindest kurzzeitig an – die Scheidenflora wird also weniger sauer – und Krankheitserreger können sich leichter ausbreiten. Viele Menschen mit Vagina bekommen deshalb von ungeschützem Geschlechtsverkehr mit Penissen eine Pilzinfektion.

Nun, da wir jetzt wissen, daß bei Heterosex der Mittelweg nicht der Beste ist, auch nicht bei Sex mit Menschen ohne Penis erhebt sich die Frage wer die Schuld an der Misere trägt und wie Erstere gesühnt werden könnte. Nachtigall ick hör Dir trapsen, jehts etwa um schnöden Mammon, einen Ablasshandel?

Da sich die Autorin Lou Zucker nach eigener Aussage nicht ausdenkt, daß Heterosex einfach nicht natürlich ist und sie die biologischen Fakten akzeptiert akzeptiert, hat sie nach langem Studium kurzer Dauer auch eine Sühnelösung ersonnen. Schuld sind die Männer (war eh klar oder nicht?), vermutlich nur die Weißen, aber das traute sie sich dann wohl nicht so offen zu schreiben, denn sie ist ja tolerant, dumm zwar aber tolerant, womit wir auf das Thema Sühne zurückkommen:

Weil ich aber, wie gesagt, dafür bin, dass alle Sex haben können, wie sie möchten, sollten wir als Gesellschaft zumindest zwei Dinge tun: die medizinischen Kosten umverteilen, die insbesondere Frauen durch Heterosex entstehen. Zum Beispiel durch eine Sex-Abgabe für Heteromänner.

Überraschend, aber durchaus anerkennenswert ist schon mal, daß Heteromänner überhaupt Sex mit Frauen haben dürfen. Das will in der heutigen feministischen, genderkorrekten Toleranzgesellschaft schon viel heißen. Über die Sex-Abgabe könnte man nachdenken, sofern noch die diverse Details zur Sex-Abgabe für Heteromänner näher ausgeführt würden. Die Forderung einer Abgabe ist ja auch immer mit Pflichten des Nehmers verbunden. Wir kennen es vom öffentlichen Rundfunk. Er muß ein Fernsehprogramm bieten, es kann zwar Scheiße sein, aber die Zwangsgebühr einstreichen und nicht senden geht nicht. Hier nähern wir uns dem wesentlichen Detail: Wie sähe denn die sexuelle Grundversorgung heterosexueller Männer bei Einführung der vorgeschlagenen Sex-Abgabe für Heteromänner genau aus? Sind auch mehrere Kanäle mit unterschiedlichen Programmen zwischen denen Mann wechseln kann vorgesehen? Neben der Höhe der Abgabe müssten diesen Punkte natürlich vorher geklärt werden, man will ja schließlich nicht die Katze am Sack kaufen.

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