Alarmismus: Bei 26°C schwitzt man vermehrt

Vor einiger Zeit wurde ich von meinem Mobilgerät im November vor extremer Kälte in der Nacht gewarnt, nur über den Betrag bestand Unkkarheit. Der DWD avisierte 0 °C und -4 °C, das Mobilgerät sagte für jene Nacht sage und schreibe extreme +1°C vorher. Unnötig zu erwähnen, daß ich jene Nacht, allerdings unter der Bettdecke, nur knapp, aber dennoch erfolgreich überlebte.

Nun warnt die Stadt Nürnberg am 13.06.2022 quasi vor Sommerwetter (Gegen das Vergessen: Archivverweis):

Gesundheitsgefährdung durch Sommerhitze
Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass voraussichtlich bereits in dieser Woche Temperaturen erreicht werden, welche die Gesundheit gefährden. Schon bei 26 Grad Celsius reagiert der Körper mit vermehrtem Schwitzen und Kreislaufstörungen. Dies betrifft vor allem ältere Menschen, Kranke und Kinder. Bei Erreichen des Hitze-Warnwerts des Deutschen Wetterdienstes (mehrere Tage über 32 Grad) kann eine akute Lebensgefahr entstehen. Für Mitte dieser Woche ist das Erreichen von mehr als 30°Grad vorausgesagt.

Das Land droht also fürwahr von einer nie dagewesenen Glutwelle überrollt zu werden, dennoch kann man sich Linderung vor dem Tod druch Einäscherung verschaffen:

Durch angepasstes Verhalten kann das Gesundheitsrisiko vermindert werden. Man sollte möglichst (kühlen) Schatten aufsuchen, mehr als sonst trinken, sich körperlich nicht stark anstrengen und vorsorglich mit den Hausärzten und Hausärztinnen besprechen, wie bei diesen Temperaturen die Medikamente eingenommen werden sollen.

Ah angepasstes Verhalten, sowas hab’ ich schon mal gehört, kenn ich von der Polizei: angepasste Geschwindigkeit. Wird wohl sowas Ähnliches sein. Obwohl ich eine präzise Erklärung vermisse warum ich unbedingt kühlen Schatten aufsuchen soll und nicht warmen, trifft der Ratschlag mich nicht anzustrengen auf mein Wohlwollen. Ich werde also meine Arbeitsvermeidungsstrategie der letzten Jahren verstärkt fortführen, nun aber, welch’ Freude, auf Grund amtlichen Ratschlags. Vorher wurde man ja immer wieder irgendwie schräg angesehen, wenn man meinte man dürfe sich nicht anstrengen (vorsichtshalber beherzige ich dies auch frühlings, herbstens und winters, man kann gar nicht vorsichtig genug sein!) und ruhig in der Ecke saß und sein Bierchen trank.

Ich weiß gar nicht, wie ich es geschafft habe ohne diese amtlichen Anregungen auf Grund allerneuester wissenschaftlicher Erkenntnisse meine Kindheit und das ein oder andere Jahr darüberhinaus unbeschadet überlebt habe..

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