Komplexe Erpressungsmails

Die Erpressungsmails werden auch immer länger. Ausgedruckt wären das inzwischen mindestens drei vollbeschriebene DIN A4 Seiten. Wer soll das lesen?

Da geht es zu wie bei AGBs oder DSGVO-konformen Webseiten. Als ob man nichts anderes zu tun hätte als sich erpressen zu lassen.

Früher, in der guten alten Zeit, wo noch mit ausgeschnittenen und aufgeklebeen Zeitungsbuchstaben gearbeitet wurde war das eine halbe Seite:

  1. Ort und Zeit der Geldübergabe
  2. Salvatorische Klausel mit der Todesdrohung

Fertig. Heute müssen sie erst mal lang und breit über mehrere Seiten hinweg erklären womit sie einen überhaupt erpressen zu gedenken, bevor sie auch nur eine einzige Forderung stellen können. Und wenn die womöglich in Zukunft dem Zeitgeist folgend und anfangen zu gendern werden deren e-Mails noch länger werden. Wären diese Erpressungsmails nicht mal eine wirklich sinnvolle Anwendung für „Leichte Sprache“?

Außerdem fühle ich mich von den Erpressern betrogen. Sie sichern ausdrüchlich zu, daß sie bei Nichtzahlung die Wichsbilder promoten würden. Aber nichts als leere Versprechungen. Man kann soviel nichtzahlen wie man will, die promoten einfach nicht. Sind die nicht eigentlich wegen nicht erbrachter Leistung einer zugesicherten Vertragsleistung schadenersatzpflichtig? Dem Vertrag hat man ja durch konkludentes Handeln (hier: Nichtzahlung) zugestimmt.

Nicht alles war früher schlechter.

Ein Kommentar

  1. Bill Miller sagt:

    Welcher Brief?

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