Meldungen aus einem anderen Universum: SPD 30% + x

Olaf Scholz (SPD), der Bürgermeister von Hamburg, hält 30% + x für die SPD bei den Bundestagswahlen 2017 für möglich. …

Welt am Sonntag: Beginnt das große Feilschen mit Großbritannien nicht erst, sofern die Briten in der EU bleiben?

Scholz: Was stört Sie eigentlich daran, wenn man miteinander verhandelt? Solche mitunter ruppigen Verhandlungen gehören doch zur Demokratie. Danach rauft man sich zusammen. Nur in sehr poetisch verfassten Lehrbüchern wird Politik als eine elegante Veranstaltung beschrieben.

Für die SPD gilt das natürlich nur so lange, wie man ihrer Meinung ist, sonst ist man „Nazi“ und es sollte auf keinen Fall Gespräche geben. Mit Pack verhandelt man schließlich nicht.

Welt am Sonntag: Ist die SPD nicht eine traditionell streitende Partei?

Scholz: Nein, trotz der wenig erfreulichen Umfragewerte ist die SPD doch so geschlossen wie lange nicht. Tief zerstritten sind hingegen CDU und CSU, über deren Beziehungskrisen können wir ja fast täglich lesen.

Eben waren unteschiedliche Meinungen noch notwendiger Teil demokratischer Streitkultur. So schnell dreht sich der Wind. Vielleicht sollte ihm gerade diese äußerliche Geschlossenheit (sie ist natürlich nicht wirklich geschlossen, man wartet eben momentan nur still darauf jemanden abschießen zu können) mal zu denken geben. Man fordert von Anderen immer bunte Vielfalt, aber nur nicht bei Meinungen und schon gar nicht in der eigenen Partei. Alle die eine andere Meinung vertraten hat man vergrault oder sonstwie mundtot gemacht und die Dümmsten mit Führungspositionen versorgt. Jetzt steckt man tief im eigenen Sumpf und wundert sich, daß die Wähler in spe weglaufen. Nie und nimmer ist die eigene Politik falsch, sondern wurde wie immer einfach nur schlecht kommuniziert.

Welt am Sonntag: In den beiden letzten Wahlkämpfen fehlte Ihrer Partei eine Machtperspektive. Wie sieht diese vor der Wahl 2017 aus?

Scholz: Es gibt in Deutschland zwei Volksparteien: SPD und CDU/ CSU. Beide Parteien können das Kanzleramt erobern. Die SPD ist Kanzler-Partei. Wenn wir einen Kandidaten aufstellen, den die Bürgerinnen und Bürger als Kanzler wollen, wirkt sich das bei Wahlen aus, das gibt schnell zehn Prozentpunkte obendrauf. Für die SPD sind 30 Prozent plus x zu schaffen.

30% + x? Was hat der genommen? Das kann nicht sehr gesund sein. Wen wollen die von den SPD-Pfeiffen als Kanzlerkandiat aufstellen, der von den Bürgern derart gewollt wäre? So eine Art SPD-Donald-Trump. Grausige Vorstellung. Völliger Realitätsverlust. Aber das ist auch so eine typische SPD-Vorstellung, es läge nur am Kandidaten. Die Politik ist egal, wir brauchen nur denie richtigen Mann Frau an der Front. Wie wäre es mit Schwesig? Die hat alles um die 5% zu erreichen. Für diese Einstellung sollte man gleich mal ein Prozente zur Strafe abziehen. SPD 5%, ihr schafft das.

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