Flintenuschis Sexträume

Kriegsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lässt in der Bundeswehr einen Kurs zum Umgang mit sexueller Identität abhalten:

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, findet am 31. Januar im Verteidigungsministerium ein Workshop zum Thema „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr“. Die Veranstaltung richte sich an Parlamentarier, den Beirat Innere Führung der Bundeswehr, sowie die Chefs der Teilstreitkräfte.

Einfach nur noch zum Heulen dieser Genderwahn. Ein Militär mit diversen nicht einsatzbereiten Fahr- und Flugzeugen, Munitionsmangel, Gewehre die wie bestellt queer schießen, aber die Führung veranstaltet ein Sexseminar über den Umgang mit sexueller Orientierung, da sie die Bundeswehr als „wettbewerbsfähigen, flexiblen und modernen Arbeitgeber“ präsentieren möchte.

Ich persönlich hege ja den wohl nicht ganz von der Hand zu weisenden Verdacht, daß diese Idee nicht auf dem Mist von Ursula von der Leyen gewachsen ist, sondern ihr von ihrer lesbischen Beraterfreundin, Ex-McKinsey-Beraterin und Staatssekretärin Katrin Suder eingeflößt worden ist.

Ich bin nun wirklich keine Freund des Militärs, aber das Verhalten der militärischen Führung bewegt sich zwischen Wehrkraftzersetzung, Mord (oder gilt das bei Freiwilligen schon als Tötung auf Verlangen?), wenn man Leute wissend mit schlechter Ausrüsstung in Kriegseinsätze entsendet und Lächerlichkeit. Man schickt Truppen nicht nur in den nahen Osten (Syrien, Irak), sondern auch in die Subsahara (Mali) zur Bekämpfung des Islamischen Staates (IS) und sogar wieder an die Ostfront, um die angeblich hochagressiven Russen abzuschrecken. Will man, daß sich der Gegner totlacht?

Weiter schreibt die „Bild“-Zeitung, dass es in der Bundeswehr rund 17.000 Schwule, Bisexuelle, Transgender, etc. gebe. Das seien 6,6 Prozent des gesamten Heeres.

Inwieweit die Zahlen stimmen, lasse ich mal offen, denn legt man die offiziellen Zahlen der Bundewehr (s. u.) zu Grunde stimmt etwas nicht (Bundeswehr: 17.000 ÷ 177.308 = 9,6%; Heer: 17.000 ÷ 59.631 = 28,5%; 17.000 ÷ 6,6% × 100 = 257.575 Mann). Warum will man in der Bundeswehr überhaupt den Anteil über den in der Bevölkerung anheben? Abseits der Zahlenspielereien, irritiert mich daran aber etwas vollkommen Anderes: Woher wissen die das? Gibt es in der Bundeswehr tatsächlich eine Instanz, die die sexuellen Präferenzen systematisch erfasst? Wozu? Sollte Sexualität nicht zur Privatsphäre gehören? Das Erfassen hätte durchaus Tradition, denn bereits im Kaiserreich wurden (vermeintliche) männliche Homosexuelle von der Polizei in sogenannten „Rosa Listen“ erfasst, aber in heutiger Zeit sollte das überholt sein. Auch sei an die Aufregung erinnert („Nazimethoden“), als im Jahr 2015 die thüringische Landtagsabgeordnete Corinna Herold (AfD) in einer Kleinen Anfrage an die rot-rot-grüne Landesregierung wissen wollte, wie viele homo-, bi- und transsexuelle Menschen im Freistaat leben (Welt, Queer). Jetzt ist es aber opportun, daß die Bundeswehr mit genau solchen Zahlen wirbt und Imagepflege betreibt.

Dieses dauernde, begründungslose Gerede, daß „Vielfalt eine Chance bietet und wichtig für die Zukunft der Bundeswehr sei“ ist lebensgefählich. Erstens ist das Militär kein normaler 08/15-Arbeitgeber, zweitens sollten bei einer kämpfenden Truppe allein Eigenschaften, die die Kampfkraft stärken ausschlaggebend sein! Das Paarungsverhalten gehört mit Sicherheit nicht dazu. Jede Form von Sexualität ist hierbei eher hinderlich, da ablenkend. Richtig wäre daher genau das Gegenteil, keinerlei Rücksichtnahme auf die sexuelle Identität, ihr gegenüber „blind“ zu sein. Entweder die geforderte Leistung für den Kampfauftrag wird erbracht oder nicht.

Personalstärke Bundeswehr

Berlin, 16.12.2016, BMVg P I 1.
177.308 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:

  • Bundesministerium der Verteidigung: 964
  • diesem unmittelbar nachgeordnete Dienststellen: 1.446
  • Streitkräftebasis: 41.092
  • Zentraler Sanitätsdienst: 19.752
  • Heer: 59.631
  • Luftwaffe: 28.312
  • Marine: 16.137
  • Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 951
  • Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.785
  • Bereich Personal: 7.238, davon 4.496 Studierende an den Bw-Universitäten

Status

  • Die Bundeswehr umfasst aktuell 167.940 Berufs- und Zeitsoldaten und 9.368 Freiwillig Wehrdienstleistende (Durchschnitt Januar bis November: 9.686).

Frauen in den Streitkräften

  • Zur Bundeswehr gehören 20.087 Soldatinnen.

Stand: 30. November 2016

2 Kommentare

  1. Fidel sagt:

    „vermeindlich“ wird vermeintlich „vermeintlich geschrieben 😉

    Ansonsten: Es ist immer ein Gewinn den „Feuerwächter“ zu lesen. Danke!

  2. Zweimal Danke. Die dritte Lautverschiebung habe ich rückgängig gemacht 😉

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