Warum Parteien zur Briefwahl aufrufen, aber von dieser dringend abzuraten ist

Viele Parteien, besonders SPD und Grüne, werben derzeit intensiv bei ihren Wählern für die Briefwahl offiziell diesmal natürlich nur wegen der grassierenden Coronaviruspandemie, inoffiziell hat das einen anderen Grund. Jede abgegebene Stimme durch Briefwahl ist eine im optimalen Fall um Wochen im Voraus abgegebene irreversibel sichere Stimme. Egal was bis zum Wahltag auch passiert, eine durch Briefwahl abgegebene Stimme kann nicht mehr durch den Wähler korrigiert werden.

Alle Parteien haben, vollkommen begründet, eine tiefsitzende Angst vor Skandalen, weil es in der Natur der Sache liegt, daß Kandidaten und Programme während des Wahlkampfes besonders durchleuchtet werden. Mit Recht, man stelle sich nur vor wir hätten bereits im Frühjahr die Möglichkeit zur Briefwahl gehabt. Wie viele Stimmen wären da wohl an die Grünen mit Pinocchio als Kanzlerkandidaten geflossen, was die Wähler jetzt bereuen würden? Oder dieser Tage bezüglich des nun offenkundig gewordenen und nicht mehr zu verheimlichenden erneuten Totalversagens der Bundesregierung, erst kürzlich zu der Flut in der Eifel, nun zu Afghanistan?

Dazu kommt noch, daß bei der Briefwahl die Möglichkeiten zur Wahlfälschung ansteigen, denn letztlich fehlt jegliche öffentliche Kontrolle bei der Stimmenauszählung. Das Ergebnis wird einfach nach dem Wahltag bekannt gegeben.

Also: Lasst sie mindestens bis zur letzten Sekunde vor dem Urteil des Souveräns zittern! Die diesmalig präsentierten Kandidaten sind ohnehin eine bodenlose Frechheit.

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