RKI publiziert revidierte Fassung des Wochenberichts vom 30.12.2021

Das RKI hat heute (03.01.2022) eine revidierte Fassung seines Wochenberichts vom 30.12.2021 auf seiner Internetseite publiziert. Auf der Titelseite der geänderten Fassung wird in roter Schrift auf die Änderung hingewiesen, jedoch ohne weitere Erläuterung:

Korrektur: Auf S. 14 wurde die Zahl der Ungeimpften unter den gemeldeten Omikronfällen am 03.01.2022 korrigiert (vorher: 186; nachher: 1.097).

Aus der Fassung vom 30.12.2021:

Klinisch-epidemiologische Daten

Zu den im Meldesystem vorliegenden Omikronfällen sind zum Teil Zusatzinformationen bekannt. Für 6.788 Fälle wurden Angaben zu den Symptomen übermittelt, es wurden überwiegend keine oder milde Symptome angegeben. Am häufigsten wurde von Patientinnen und Patienten mit Symptomen Schnupfen (54 %), Husten (57 %) und Halsschmerzen (39 %) genannt. 124 Patientinnen und Patienten wurden hospitalisiert, vier Person sind verstorben. Für 543 (5 %) Fälle wurde eine Exposition im Ausland angegeben. 186 Patientinnen und Patienten waren ungeimpft, 4.020 waren vollständig geimpft, von diesen wurde für 1.137 eine Auffrischimpfung angegeben. Auf Basis der übermittelten Daten wurden unter allen übermittelten Omikron-Infektionen 148 Reinfektionen ermittelt, zu keiner der von Reinfektion betroffenen Person wurden Vorerkrankungen übermittelt. Abbildung 9 zeigt die Verteilung der bisher übermittelten Omikronfälle in Deutschland. In allen Bundesländern wurden Omikronfälle nachgewiesen.

Aus der Fassung vom 03.01.2022:

Klinisch-epidemiologische Daten

Zu den im Meldesystem vorliegenden Omikronfällen sind zum Teil Zusatzinformationen bekannt. Für 6.788 Fälle wurden Angaben zu den Symptomen übermittelt, es wurden überwiegend keine oder milde Symptome angegeben. Am häufigsten wurde von Patientinnen und Patienten mit Symptomen Schnupfen (54 %), Husten (57 %) und Halsschmerzen (39 %) genannt. 124 Patientinnen und Patienten wurden hospitalisiert, vier Person sind verstorben. Für 543 (5 %) Fälle wurde eine Exposition im Ausland angegeben. 1.097 Patientinnen und Patienten waren ungeimpft, 4.020 waren vollständig geimpft, von diesen wurde für 1.137 eine Auffrischimpfung angegeben. Auf Basis der übermittelten Daten wurden unter allen übermittelten Omikron-Infektionen 148 Reinfektionen ermittelt, zu keiner der von Reinfektion betroffenen Person wurden Vorerkrankungen übermittelt. Abbildung 9 zeigt die Verteilung der bisher übermittelten Omikronfälle in Deutschland. In allen Bundesländern wurden Omikronfälle nachgewiesen.

Bildschirmfotos der Berichte finden sich auf meinem Mastodonkonto und bei Diaspora.

Heute war nicht nur beim RKI ein Tag der Änderung. Auch Die Welt hat ihren aus der Bild (Archivverweis) abgeschriebenen Artikel zum Verftrauensverlust der Deutschen in die Zahlen des RKI https://www.welt.de/vermischtes/article235994304/RKI-Zahlen-Mehrheit-der-Deutschen-vertraut-Corona-Daten-nicht-mehr.html auf den völlig anderen Artikel https://www.welt.de/vermischtes/article235994304/Corona-Forderungen-nach-kuerzerer-Quarantaene-mehren-sich.html umgeleitet. Aber das Archiv hilft erinnern:

Laut einer repräsentativen Insa-Umfrage der Zeitung „Bild“ verneinen 57 Prozent der Teilnehmer die Frage, ob sie den offiziellen Infektionszahlen noch vertrauen.

Nur 32 Prozent glauben, dass die Daten des Robert Koch-Instituts stimmen. Eine knappe Mehrheit von 51 Prozent ist aktuell mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung nicht zufrieden.

41 Prozent sind hingegen damit zufrieden. 58 Prozent der Befragten sprechen sich für eine allgemeine Impfpflicht aus, 34 Prozent von ihnen lehnen diese ab.

Woher mag dieser Vertrauensverlust bloß herrühren? Das Rumgemäkle an den Zahlen finde ich kleinkariert, die Hauptsache ist doch, daß die Berichte richtig gegendert sind, darauf kommt es schließlich an, nicht auf die Korrektheit der Zahlen, denn Zahlen, selbst falsche, sind mit ihrem Anspruch auf Objektivität immer so patriarchal frauenausgrenzend. Sie geben sich doch solche Mühe beim Gendern, sie sind eben noch dabei es richtig zu lernen, denn noch sind sie dem völlig veraltetem binären Geschlechtermodell aus Männern und Frauen verhaftet, dabei gibt es doch so viele andere Geschlechter, wie _ und *. Das ist nicht alles so einfach, da können sie richtige Zahlenangaben nicht auch noch beherrschen.

Nachtrag 05.01.2022:

Sechs Tage nach der stillen und begründugslosen Korrektur des Wochenberichts wird auf einen Berechnungsfehler hingewiesen.

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