Ungeimpfte untergraben die Stärke einer Nation

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat sich einem langen Interview im Le ParisienEurope, vaccination, présidentielle … Emmanuel Macron se livre à nos lecteurs“ („Europa, Impfung, Präsidentschaftswahl … Emmanuel Macron stellt sich unseren Lesern vor“) [Befreiter Artikel] seine Einstellungen zu so unterschiedlichen Themen wie (Kern)energie, Drogen, Glyphosat, Gehälter, Steuern und Impfungen in der Pandemie geäußert. Seine Aussagen zur Impfung geben einen erschreckenden Einblick in seine Denkweise:

« Je ne suis pas pour emmerder les Français. Je peste toute la journée contre l’administration quand elle les bloque. Eh bien, là, les non-vaccinés, j’ai très envie de les emmerder. »

„Ich bin nicht dafür, die Franzosen zu verärgern. Ich schimpfe den ganzen Tag über die Verwaltung, wenn sie sie blockiert. Also, die Ungeimpften, ich will sie wirklich verärgern.“

Les décisions ont été annoncées la semaine dernière, donc il faut les laisser vivre. On reste sur la direction qui est donnée en cette rentrée de prudence. Au fond, la ligne est simple : c’est vaccination, vaccination, vaccination, et passe vaccinal. C’est l’objectif du texte de loi qui va être voté autour du 15 janvier. L’idée, c’est de mettre beaucoup de contrainte sur les non-vaccinés et, collectivement, de respecter les gestes barrière. Au Conseil de défense, on va faire un suivi de la rentrée des classes, des mesures déjà prises, de l’état de notre système hospitalier.

„Im Grunde ist die Linie einfach: Es heißt Impfung, Impfung, Impfung und Impfpass. […] Dies ist das Ziel des Gesetzentwurfs, über den um den 15. Januar abgestimmt wird. Die Idee ist, die Ungeimpften stark zu belasten …“

Pour les enfants, c’est d’abord le choix des parents. Mais vacciner les enfants, c’est, au fond, protéger les parents et les grands-parents. Le choix qu’on a fait progressivement pour les adultes, c’est quasiment un choix d’obligation vaccinale. Le 12 juillet dernier, j’ai annoncé le passe sanitaire, mi-octobre, le test payant. Et là, une nouvelle étape avec le passe vaccinal. Cela va maintenant coûter plus cher et être plus contraignant pour ceux qui ne veulent toujours pas se faire vacciner.
«C’est l’immense faute morale des antivax : ils viennent saper ce qu’est la solidité d’une nation. Quand ma liberté vient menacer celle des autres, je deviens un irresponsable.»

„Für Kinder ist es in erster Linie die Wahl der Eltern. Aber die Impfung von Kindern schützt schließlich Eltern und Großeltern. Die Wahl, die für Erwachsene nach und nach getroffen wurde, ist fast eine Wahl der obligatorischen Impfung. Am vergangenen 12. Juli habe ich den Gesundheitspass angekündigt, Mitte Oktober den kostenpflichtigen Test. Und dann ein neuer Schritt hin zum Impfpass. Es wird jetzt mehr kosten und für diejenigen, die sich immer noch nicht impfen lassen möchten, restriktiver sein.
„Dies ist der große moralische Fehler der Antivax: Sie untergraben die Stärke einer Nation. Wenn meine Freiheit die anderer bedroht, werde ich verantwortungslos.“

Mit anderen Worten: er hält die Impfverweigerer für Volksschädlinge.

Ce que vous venez de dire, c’est le meilleur argument. En démocratie, le pire ennemi, c’est le mensonge et la bêtise. Nous mettons une pression sur les non-vaccinés en limitant pour eux, autant que possible, l’accès aux activités de la vie sociale. D’ailleurs, la quasi-totalité des gens, plus de 90 %, y ont adhéré. C’est une toute petite minorité qui est réfractaire. Celle-là, comment on la réduit ? On la réduit, pardon de le dire, comme ça, en l’emmerdant encore davantage. Moi, je ne suis pas pour emmerder les Français. Je peste toute la journée contre l’administration quand elle les bloque. Eh bien, là, les non-vaccinés, j’ai très envie de les emmerder. Et donc, on va continuer de le faire, jusqu’au bout. C’est ça, la stratégie. Je ne vais pas les mettre en prison, je ne vais pas les vacciner de force. Et donc, il faut leur dire : à partir du 15 janvier, vous ne pourrez plus aller au restau, vous ne pourrez plus prendre un canon, vous ne pourrez plus aller boire un café, vous ne pourrez plus aller au théâtre, vous ne pourrez plus aller au ciné …

„Wir üben Druck auf die Ungeimpften aus, indem wir ihren Zugang zu sozialen Aktivitäten so weit wie möglich einschränken. Tatsächlich haben sich fast alle Menschen, über 90%, angemeldet. Es ist eine sehr kleine Minderheit, die sich verweigert. Dieses hier, wie können Sie es reduzieren? Wir reduzieren es, tut mir leid, es so zu sagen, indem wir es noch mehr verärgern. Ich bin nicht dafür, die Franzosen zu verärgern [emmerder = verärgern, verpissen!]. Und so werden wir dies auch weiterhin tun, bis zum Ende. Dies ist die Strategie. Ich werde sie nicht ins Gefängnis stecken, ich werde sie nicht zwangsweise impfen. Also muss man ihnen sagen: Ab dem 15. Januar darfst du nicht mehr ins Restaurant gehen, du kannst keine Kanone mehr nehmen, du kannst keinen Kaffee mehr trinken gehen, du wirst nicht mehr ins Theater gehen können, nicht mehr ins Kino gehen …“.

Wie gnädig, immerhin verzichtet er auf Konzentrationslager, er will Ungeimpften das Leben nur zu Hölle machen. Immerhin haben sich also in Frankreich über 90% zur Impfung angemeldet, aber die letzten 10% Ungeimpften werden ausgegrenzt, bzw. sollen wo immer es geht rigoros ausgegrenzt werden. Mir fällt da spontan Asterix und Obelix ein: „Wir befinden uns im Jahre 50 v.Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die römischen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum lieg.

Er legt eine an eine Psychose grenzende Realitätsverweigerung zu Tage. Einerseits setzt er, wie eingangs gesagt, bedingungslos auf Impfung, andererseits schürt er die Angst vor der Minderheit der Ungeimpften und spaltet bis auf’s Blut. Wenn die Impfung tatsächlich so fulminant gut wäre wie behauptet bedürfte es dieser totalitären Maßnahmen überhaupt nicht, vor allem bräuchte man nicht diese Angst vor Ungeimpften zu haben. Ähnliche wie in Deutschland geht es der Politik auch in Frankreich längst nicht mehr um die Bekämpfung der Coronaviruspandemie, sondern um eine Machtdemonstration, die Durchsetzung ihres Willens. Ungeachtet der Maßnahmen, das Virus breitet sich weltweit weiter aus. Auch er ignoriert die Erkenntnis, daß die Ausbreitung des Virus’ nicht mit der Impfquote korreliert.

Et ça, c’est l’immense faute morale des antivax : ils viennent saper ce qu’est la solidité d’une nation. Quand ma liberté vient menacer celle des autres, je deviens un irresponsable. Un irresponsable n’est plus un citoyen.

„Und das ist der große moralische Fehler der Antivax: Sie untergraben die Stärke einer Nation. Wenn meine Freiheit die anderer bedroht, werde ich verantwortungslos. Ein verantwortungsloser Mensch ist kein Bürger mehr.“

Was ist er dann, wenn kein Bürger mehr? Das erinnert erneut fatal an Zeiten, als man von Volksschädlingen, Untermenschen oder gar von Völkermüll (Karl Marx) sprach.

«Cette décision se consolide en mon for intérieur. J’ai besoin d’être sûr d’être en capacité d’aller aussi loin que ce que je veux», explique Emmanuel Macron, interrogé sur sa possible candidature à sa réélection.

Auf eine mögliche Kandidatur für seine Wiederwahl entgegnete Macron, er müsse sicher sein, daß er so weit gehen könne wie er wolle. Dann wollen wir mal hoffen, daß er in dieser Hinsicht vom französichen Volk spätestens bei der nächstren Wahl ausgebremst werden wird. Olaf Scholz ist ja prinizipiell mit seinem „Für meine Regierung gibt es keine roten Linien mehr bei all dem, was zu tun ist. Es gibt nichts, was wir ausschließen.“ totalitären Sprachgebrauch ganz bei Macron.

2 Kommentare

  1. Bill Miller sagt:

    Zum Mäusemelken!
    Wenn ich geimpft bin* schützt es meine Mitmenschen NICHT, hergottsakra! Bestenfalls schützt es mich.
    Wann gelangt das in die Köpfe dieser Vollidioten!?
    Ommm ….

    *2mal, Biontech

  2. Nie, denn dann müßte man Mängel an der Impfung offen zugeben. Die Politik hat sich (mindestens) in eine argumentative Sackgasse begeben, aus der sie ohne massiven Gesichtsverlust einiger beteiligter nicht mehr herauskommt. Polemisch gesagt: Karl Lauterbach braucht möglichst viele ungeimpfte Tote.

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