Vielstimmig statt vielfältig, kurz: verlogene Linke

Die Linke leckt nach ihrem Wahldesaster bei der Bundestagswahl 2021 ihre Wunden und deckt dabei noch weiter ihre Dummheit und Verlogenheit auf.

Zunächst zeigt meiner Meinung nach der Einzug der Linken in den Bundestag eine gravierende Fehlkonstruktion unseres Walsystems auf. Die Linke wurde de facto abgewählt und konnte nicht die für den Einzug in den Bundestag erforderliche 5%-Hürde der Stimmen erreichen, sitzt aber nun dennoch im Bundestag weil lediglich drei Kandidaten der Linken in direkter Wahl ein Mandat erringen konnten. Drei gewinnen je ein Mandat aber rein dürfen nun alle gemäß des prozentualen Anteils der Linken, nennt sich Grundmandatsklausel. Den drei Wahlgewinnern sei ihr Mandat zugestanden, aber warum dürfen die Anderen definitv Abgewählten in den Bundestag einziehen? Wären nur zwei Direktmandate errungen worden, wären nur diese zwei in den Bundestag eingezogen. Kurz gesagt: warum wurde so ein Unfug ins Gesetz geschrieben?

Darüberhinaus ist diese Lösung auch nicht gerade preiswert (sofern Linke überhaupt jemals ihren Preis wert sein können, was ich bezweifele). Jeder Abgeordnete schlägt direkt mit über 360 k€/Jahr (zzgl. Kosten für den Arbeitsplatz, Reisen etc.) zu Buche. Bei nunmehr 39 Abgeordneten der Linken summiert sich das auf über 14 M€ jährlich anstelle von 1 M€ für drei Abgeordnete, jeweils zzgl. der weiteren Spesen.

Doch nun weg vom Problem des Wahlsystems hin zu den Linken selbst:

Wissler bringt es auf die Formel: Zu oft sei man nicht „vielfältig, sondern vielstimmig“ gewesen. Co-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow wählt den klassisch-griechischen Begriff „Kakophonie“, die zum Problem geworden sei.

Die Aussage ist in zweierlei Hinsicht bezeichnend. Einderseits bringen sie selber den deskriptiven Begriff Kakophonie ins Spiel. Das ist genau das, was rauskommt wenn Vielfalt der Vielfalt wegen zum Wert an und für sich erhoben wird. Die vielgepriesene Vielfalt wird jetzt auf einmal allein unter Linken als Problem gesehen, wurde aber bisher als Gesellschaftsmodell über Sprachen und vollig gegensätzliche Kulturen hinweg als Lösung gepredigt. Eine gewisse Homogenität ist für die Entscheidungsfindung halt doch förderlich. Andererseits zeigt die Formel aber auch die Verlogenheit der Linken. Man möchte zwar Vielfalt, die soll aber bitte schön einstimmig sein, also man will bunte Einfalt. Mit einem Restverstand hat der Wähler sowas abgewählt, muss es aber auf Grund des missratenen Wahlssystems weiter ertragen und bezahlen.

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