Impfpflicht aus Rache?

Der Vorsitzende des Kinderschutzbunds, Heinz Hilgers, sieht die angestrebten Kinderimpfungen als Folge der Sturheit ungeimpftger Erwachsener:

Verantwortlich für die Debatte seien die „Erwachsenen, die zu stur waren, sich impfen zu lassen“, sagte Hilgers der PNP. „Hätten wir eine deutlich höhere Impfquote bei den Erwachsenen, bei denen, die dafür in Frage kommen, hätte man gar nicht so heftig über das forcierte Impfen von Kindern diskutieren müssen.“ Eine Impfpflicht für Kinder kann sich der Präsident des Kinderschutzbunds „kaum vorstellen“. „Eine Impfung sollte immer einvernehmlich von Eltern mit Kindern und Jugendlichen entschieden werden.“

Weil man also von erwachsenen Menschen nicht bekommt was man will, nimmt man sich die Kinder wildfremder Leute um da zu machen, was man woanders nicht bekommt. Genauso funktionieren Religionen. Außerdem muss die Quote stimmen, egal wie. Fünfjahrespläne wurden auch immer übererfüllt. Offenbar hat Herr Hilgers keine sonderlich hohe Meinung von der moralischen Integrität mindestens seiner Parteigenossen, aber als SPDler kennt er wahrscheinlich Niedertracht und Infamie von Sozialisten bestens.

Impfpflicht aus Rache?

Der FDP-Politiker Wolfang Kubicki hat viele Befürworter einer Corona-Impfpflicht scharf kritisiert und ihnen Rache an Ungeimpften als Motiv unterstellt. „Ich bin entsetzt über das jakobinerhafte Verhalten vieler in diesem Land, deren Freude an 2G und Impfpflicht ja nicht mehr rational ist“, sagte der Bundestagsvizepräsident Zeit Online. „Vielen Impfpflichtbefürwortern scheint es um Rache und Vergeltung zu gehen.“ Auf die Nachfrage „Rache an wem?“ erwiderte Kubicki: „An den Ungeimpften, weil man glaubt, in ihnen die Verantwortlichen für unsere derzeitige Misere ausgemacht zu haben, was natürlich völliger Unsinn ist.“

Kubicki könnte nicht so ganz falsch liegen. Egal wie man zu der Impfung stehen mag, man muss zugeben, daß sie bei Weitem nicht das hält was die Politik vollmundig versprochen hat. Es hieß, wenn man eine Impfquote von mindestens 65% erhielte, dann käme die Pandemie zum Erliegen und man könne einschränkende Maßnahmen fallen lassen und zur Normalität zurückkehren

Erst mit dem Erreichen einer Impfquote von 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung seien auch weitere Lockdowns auszuschließen, sagte Spahn. Die ersten „fünf Millionen Impfungen“ würden dazu nicht ausreichen. Ab dem Sommer könne Deutschland „Zug um Zug“ mit einer Rückkehr in die Normalität rechnen.

In Österreich dieselben Töne von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne):

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) strebt jetzt eine Impfquote von über 50 Prozent an, besser wären 60 Prozent – dann hätte das Coronavirus wohl keine Chance mehr und alle könnte zum alten Leben zurückkehren. Aber warum reichen 60 Prozent, während bei Masern zum Beispiel eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent notwendig ist?

Heute ist diese Quote längst überschritten, aber die Lage ist schlimmer als zuvor, es gibt mehr Einschränkungen und es droht, betrachtet man die Diskussionen in der Politik realistisch, ein erneuter Lockdown für alle und die Impfpflicht. Die Möglichkeit, daß die Impfung nicht läuft wie gedacht, wurde von der Politik (damals noch Merkel) einfach nicht in Betracht gezogen und wird es bis heute nicht wirklich. Warnende Stimmen, die darauf hinwiesen, daß diese Impfung völlig neu sei, man mit dieser keinerlei Erfahrung habe und es im Übrigen auch gegen Influenza keine dauerhafte Impfung gäbe, galten bestenfalls als Defätismus. Man wollte es schlicht nicht sehen. Es ist somit gut möglich, daß sich da manch einer betrogen fühlt, und nun einen Prügelknaben sucht: „Ich habe geleistet (die Impfung), wie verlangt, vielleicht sogar ohne wirklich davon überzeugt zu sein, aber der versprochene Lohn, die Freiheit, wird mir nun vorenthalten, jetzt sollen die Anderen dies gefälligst auch ableisten müssen, wenn wir schon keine Freiheit haben, das ist nur gerecht.“ Die Hetze von Politik und Staatsfunk gegen Ungeimpfte spricht dabei für sich selber und tut das Übrige.

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