Archiv für Kultur

Keine Macht den Doofen

Keine Macht den Doofen

Keine Macht den Doofen,
ISBN 978-3-492-27494-4

Das neueste, vor einigen Tagen erschienene Buch „Keine Macht den Doofen” von Michael Schmidt-Salomon ist tatsächlich eine Streitschrift, eine recht polemische sogar, die nicht jedem gefallen wird und von ihrem Inhalt her auch nur in Ländern westlicher Prägung veröffentlicht werden konnte. Allein schon durch seine Abrechnung mit den Religionen würde er in etlichen Regionen der Welt mit dem Tode bestraft werden. An vielen Stellen gewinnt man den Eindruck, hier hat sich jemand seinen Ärger über die Zustände in der Welt von der Seele geschrieben, denn obwohl nur 124 Seiten lang, hat es das Buch mit seinen sechs Kapiteln durchaus in sich. Trotz der meist harschen und schonungslosen, aber berechtigten, Wortwahl, liest sich das für jeden verständliche Buch mit seinem ironisch-sarkastischen Unterton dennoch angenehm, oft mit einem Schmunzeln. Weiterlesen

Das kleine Survival-Handbuch

Das kleine Survival-Handbuch

Das kleine Survival-Handbuch,
ISBN 978-3-7688-1874-2

Aus der Vielzahl der Überlebensbücher sticht „Das kleine Survival-Handbuch“ von Rob Beattie zunächst durch seine transparente, neongelbe PVC-Buchhülle mit Reißverschluß hervor. Es ist im Taschenbuchformat gehalten und eignet sich somit für Jackentasche oder Wandergepäck. Der verständlich geschriebene Inhalt ist in neun Kapitel gegliedert: Weiterlesen

Empört Euch!

Empört Euch!

Empört Euch!,
ISBN 978-3-550-08883-4

Geschrieben wurde das rd. 20-seitige Pamphlet „Empört Euch!“ — der Rest des Büchleins sind Endnoten und ein Nachwort der französischen Verlegerin zu Leben und Wirken des Autors — von dem 93-jährigen Stéphane Hessel, einem Mitglied der Résistance, Überlebenden des KZ Buchenwald, Diplomat und Mitautor der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Den Titel kann man als prägnantes Resümee eines bewegten und bewegenden Lebens verstanden wissen, gesagt von jemandem der überzeugt für die republikanischen Werte eintritt. Von den persönlichen Lebenserfahrungen geprägt, ist es ein eindringliches Plädoyer für Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit, Hoffnung, eine freie Presse, gegen Diskriminierung und Abschiebung und für die Verwirklichung der Menschenrechte in ihrer originalen Form. Es ist nichts weiter als ein eindringlicher Appell an die Verantwortung jedes Einzelnen Bürgers: Weiterlesen

Die 100 gefährlichsten Dinge der Welt

Die 100 gefährlichsten Dinge der Welt

Die 100 gefährlichsten Dinge der Welt,
ISBN_978-3-7607-4109-3

Das 112-seitige Kinderbuch „Die 100 gefährlichsten Dinge der Welt“ kommt in dem weniger gebräuchlichen Format von 13,5 cm ✕ 24,0 cm daher, kann also nicht mehr so ganz als Taschenbuch gelten und steckt in einer leuchtend-gelbend, transparenten Buchhülle aus Plastik. Es ist durchgehend systematisch aufgebaut, da jede der 100 angesprochenen Gefahren immer nach demselben Schema, auf exakt einer Seite behandelt wird. Es ist kein Comic oder Bilderbuch, das Kind muß lesen wollen. Die Sprache ist der Zielgruppe entsprechend (Kinder zwischen 9-11 Jahren) sehr leicht verständlich und vermeidet Fremdwörter, erklärt an einigen Stellen aber den entsprechenden Fachausdruck. Es ist in fünf Gefahrengruppen gegliedert: Weiterlesen

Die 101 wichtigsten Fragen — Evolution

Die 101 wichtigsten Fragen — Evolution

Die 101 wichtigsten Fragen — Evolution,
ISBN 978-3-406-62202-1

Dr. Thomas Junker, Professsor für Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen, liefert mit seinem 160 Seiten starken Taschenbuch „Die 101 wichtigsten Fragen – Evolution“ eine Einführung in die Evolution. Das Anliegen des Buches hat der Autor in der Einleitung Streitfall Evolution bereits selbst treffend formuliert: Weiterlesen

Philosophie für jedermann: Philosophie Magazin

Titelblatt der Erstausgabe vom Philosophie Magzin.

Erstausgabe vom Philosophie Magzin

BERLIN — Der Verleger Fabrice Gerschel des seit 2006 erscheinenden französischen „Philosophie Magazine“ versucht jetzt auch in Deutschland mit dem „Philosophie Magazin“ Fuß zu fassen (Twitter: @philomagde). Das französische Vorbild erscheint in einer Auflage von 52.000 Exemplaren und soll gewinnbringend arbeiten. Beginnend mit der knapp 100-seitigen, gehefteten Doppelausgabe Dez. 2011/Jan. 2012 vom 16.11. erscheint die deutsche Ausgabe unter dem Chefredakteur Dr. Wolfram Eilenberger zunächst 10 mal jährlich zum Preis von 5,90 € pro Heft, bzw. 52,- € im Abo. Auch wenn auf Inhalte der franz. Ausgabe zurückgegriffen wird, soll eine eigenständige Linie geboten werden. Weiterlesen

Naturphilosophie und Naturwissenschaft

Hisaki Hashi: Naturphilosophie und Naturwissenschaft, Lit-Verlag 2010Der erste Band der neuen Reihe „Naturphilosophie“ aus dem LIT-Verlag stammt von der japanischstämmigen Autorin Prof. Dr. phil. Hisaki Hashi von der Universität Wien. Es ist eine Sammlung ihrer anspruchsvollen Veröffentlichungen in deutscher und englischer Sprache aus den Jahren 2003 bis 2009 zu Berührungspunkten zwischen Philosophie und der Physik des 20. Jahrhunderts, jedoch ohne übergreifende Einbettung der Artikel und ohne Stichwortverzeichnis. Insbesondere interessieren sie hierbei die Auswirkungen der Ergebnisse von Relativitätstheorie und Quantenphysik auf die Schlussfolgerungen in der Philosophie, unter Bezug auf Werke von Kant, Cassirer, Tanabe, Nishida, Hegel und Popper. Das Werk ist in drei Hauptteile mit sechs eigenständigen Artikeln gegliedert: Weiterlesen

Schwarzer Stolz

Buddy-Bär-Mosambik

Buddy-Bär-Mosambik

BERLIN — Rechtzeitig zur 125 Jahr Feier des Ku’damms hatten sich dort auf ihrer Welttournee viele Buddy-Bären aus aller Herren Länder versammelt. Darunter auch der 2003 vom Maler und Bildhauer Lívio de Morais gestaltete Bär für das Land Mosambik. Bei näherer Betrachtung fragt man sich unwillkürlich, ob sich die Mosambikaner von diesem Bären repräsentiert fühlen, ist er doch mit nur leicht gebräunten Menschen mit negroiden Gesichtszügen bemalt. Dies ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal des Bären, sondern einfach der Stil von Lívio de Morais. Dennoch stellt sich unwillkürlich die Frage warum er, selbst tiefscharz, in seinen Bildern eine hellhäutige, fast weiße Darstellung eindeutig negroider Menschen bevorzugt.

Sing! Inge, Sing!

Aufmacher zum Film „Sing! Inge, Sing!“

Aufmacher zum Film „Sing! Inge, Sing!“

BERLIN — Rechtzeitig vor dem seit 1964, damals noch unter dem Namen Berliner Jazztage stattfindenden JazzFest 2011 vom 2.-6. November fand gestern die Premiere zum Kinostart des Films SING! INGE, SING! — der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg vom Dokumentarfilmer Marc Boettcher statt. Der Anreiz sich näher mit dem Leben und Wirken der Inge Brandenburg zu befassen und schließlich nach mehrjähriger Recherche diesen Film zu drehen, beruht auf einem Zufall. Weiterlesen