Fall Susanna

Nachdem sich herausgestellt hatte, daß die 14jährige Susanna von dem vorgeblichen Flüchtling Ali Bashar, sofern das sein wahrer Name ist, umgebracht worden ist, hat er sich samt seiner Familie, nach Pressemeldungen acht Personen (Eltern mit sechs Kindern), in den Irak abgesetzt.

  1. Woher stamnmt das Geld für die Flüge? Da sie im Flüchtlingsheim lebten, wurden sie vollumfänglich von Steuergeldern alimentiert, aber immerhin waren sie in der Lage spontan das Geld für acht (evtl. weniger wenn Baby an Bord) Flüge aufzutreiben. Ist das nicht paradox: Abschiebungen von Ausreisepflichtigen gehen wegen angeblich fehlender Papiere nicht, aber Selbstausreise mit der ganzen Sippe nach einem Mordfall in das Land aus dem man angeblich wegen Krieg und Verfolgung geflüchtet ist geht ruck-zuck.
  2. Das Vorliegen einer Zweitidentität ermöglichte die Abreise am Flughafen. Diese muss aller Wahrscheinlichkeit nach schon vorgelegen haben, denn die Zeit für eine Beschaffung hierfür war bei der überstürzten Abreise zu kurz.
  3. Warum setzt sich die ganze Familie ab? Hat der Täter der Familie die Tötung gestanden und man hat den Entschluss gefasst, daß eine Rückkehr aller in das Land aus dem man angeblich flüchten musste, mit einem geringeren Risiko für die gesamte Familie behaftet ist, als die Strafverfolgung eines einzelnen Familienmitglieds in Deutschland? Da das Opfer eine Jüdin ist, besteht übrigens ohnehin die Möglichkeit, daß die Familie die Tötung gemäß des Korans als moralisch richtig bewertet. Daß ein Täter versucht sich abzusetzten ist nachvollziehbar, aber warum gleich die ganze Familie, der wäre schließlich nichts passiert (außer Presserummel), zumal hier auch keine Blutrache zu befürchten wäre. Offenbar wähnt man sich im Irak vor Strafverfolgung (trotz der dort vorhandenen möglichen Todesstrafe) gänzlich sicher, denn aus Sicht eines Täters wären andernfalls Strafverfolgung, -verfahren und -vollzug durch deutsche Behörden die mit weiterm Abstand bessere Variante. Ein plausibler Grund für das Absetzen der Familie bietet allerdings die Annahme, daß diese befürchtete, durch im Rahmen der Ermittlungen bekannt werdende anderweitige kriminelle Machenschaften, aufzufliegen.

In der Summe kann sich Deutschland vermutlich glücklich schätzen, den gesamte Familie los zu sein. Abschließend kann man nur hoffen, daß die Behörden nicht nur die Zahlungen eingestellt, sondern auch allen Familienmitgliedern ihre Aufenthaltstitel umgehend und dauerhaft entzogen haben. Bei dem derzeitigen Chaos in Behörden und Politik kann es nämlich andernfalls leicht sein, daß wir Teile der Familie demnächst hier wieder weiter zu alimentieren haben.

Nachtrag 08.06.2018:

Offensichtlich war die Sicherheit vor Strafverfolgung im Irak eine Fehleinschätzung der Familie, denn wie das BMI in einer Presseerklärung mitteilte erfolgte heute Nacht die Festnahme des Flüchtigen:

Der im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an der Susanna F. beschuldigte Ali B. ist heute Nacht (8. Juni 2018) gegen 2 Uhr durch kurdische Sicherheitsbehörden im Nordirak auf Bitte der Bundespolizei festgenommen worden.

Nachtrag 18.06.2018:

Der Irrsin deutscher Asylpolitik:

Familie von Ali B. will wieder nach Deutschland

Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, will die gemeinsam mit Ali B. in den Irak geflohene Familie des Verdächtigen zurück nach Deutschland kommen. Nach Informationen von hr-iNFO soll der ältere Bruder von Ali B. dies dem kurdischen TV-Sender Rudaw mitgeteilt haben. Rechtlich gibt es da allerdings Probleme: Wie die Stadt Wiesbaden erklärte, ist das Aufenthaltsrecht nach der plötzlichen Ausreise erloschen. Eine erneute Einreise sei zwar legal, jedoch nur mir gültigem Visum oder einem neuen Asylantrag möglich.

Allerdings ist die Chuzpe dieser Leute auch schon fast wieder bewundernswert.

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