Archiv für Kultur

Empowerment oder doch nur verbrämter Neid?

Man schaue sich den gerade herumgehenden Tweet mit Kunstwerken der Künstlerin Harmonia Rosales und ihrer Botschaft an (Videodownloalink). Weiterlesen

Kevin — Allein in New York nach dem Geschmack von Stalin

Bildersturm, Zensur, Geschichtsfälschung, Lager, da ist der linke Mob wie schon zu Stalins Zeiten in seinem Element. Nun soll es die amerikanische Filmkomödie „Kevin — Allein in New York“ (Originaltitel: „Home Alone 2: Lost in New York“, 1992) treffen. Eine kurze Szene in der Hotellobby des Plaza, wo Kevin einen Mann nach dem Weg fragt, soll herausgeschnitten werden, so die Forderung Einiger, denn bei dem Mann handelt es sich um den damaligen Besitzer des Hotels: Donald Trump! Der damalige Darsteller von Kevin McCallister, Macaulay Culkin, hat auf Nachfrage bei Twitter bereits sein Einverständnis gegeben, in der Szene Donald Trump digital durch ihn selbst im jetzigen Alter (40) zu ersetzen. Weiterlesen

Menstruationbsblutkunst

In der Stockholmer U-Bahn gibt es derzeit eine Ausstellung von Plakaten mit Strichzeichnungen eislaufender, menstruierender Frauen von Liv Strömquist zu sehen: „Enjoy menstruation, even on the subway“ (Deutschlandfunknova, taz, The Guardian, Video, 4 min). Weiterlesen

XX XY Männer und Frauen. Grafiken erklären die Unterschiede

XX XY Männer und Frauen

XX XY Männer und Frauen,
ISBN 978-3-426-65536-8

Die Autoren Matthias Stolz und Ole Häntzschel haben mit ihrem Buch XX XY Männer und Frauen. Grafiken erklären die Unterschiede eine Anthologie von Grafiken zum Thema Männer und Frauen verfasst. Zu 72 Sachgebieten rund um das Thema wie Namen, Kleidung, Sexualität, Gewalt, Bildung, Politik, Sprache etc. stellen sie auf ebenso vielen Doppelseiten die ermittelten Unterschiede grafisch anschaulich dar. Die Daten entstammen unterschiedlichsten Quellen wie bspw. dem Statistischem Bundesamt, dem Robert-Koch-Insitut, der Literatur wie auch aus eigener Recherche der Autoren. Durchgehend werden die Werte für Frauen in rot, die für Männer in blau dargestellt. So stehen beispielsweise den 15 Methoden der Empfängnisverhütung für Frauen nur 3 für Männer gegenüber. Man kann diese Aussage in diesem einen Satz treffen oder eben grafisch aufarbeiten in dem man auf einer Seite für jede Methode für Frauen ein Symbol, also 15 Symbole angeordnet in einer 3 × 5 Matrix, drei Symbolen für die Methoden beim Mann auf der anderen Seite gegenüberstellt. Die Kunst lag nun darin, für die Sachgebiete geeignete, leicht verständliche und vor allen Dingen abwechslungsreiche Darstellungsformen zu finden. Das ist weitestgehend auch gelungen, wenn auch manchmal das Datenamterial lückenhaft ist. So haben sie zwar für die Länge des täglichen Aufenthalts der Frauen im Bad Daten für 12 Länder, aber bei Männern nur für drei (Italien, Mexiko, Polen), die sich wiederum nicht bei den Frauen wiederfinden, womit ein Ländervergleich unmöglich ist. Weiterlesen

Nachtschwärmer Eugen

Heute um 01:20 (nicht 13:20!) bis 02:55 läuft im ZDF die Schweizer Kinderkomödie „Mein Name ist Eugen“. Wer um alles in der Welt kommt beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk auf die Idee mitten in der Nacht ein Kinderprogramm anzusetzen? Aber damit den Film auch wirklich alle Kinder sehen können, wird er am 09.12 noch einmal wiederholt, von 03:55-5:30 Uhr.

Amazonien – eine indianische Kulturlandschaft

Schautafel Pädagogik der Erde

Schautafel Pädagogik der Erde

Ich habe mir vor ein paar Tagen die Ausstellung mit dem äußerst vielversprechenden Titel „Amazonien – eine indianische Kulturlandschaft“, die gegenwärtig im Rathaus des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf gezeigt wird und wohl bereits in der ersten Jahreshälfte im Rahmen der Berliner Veranstaltungsreihe „Klimagerechtigkeit Jetzt!“ zu sehen war, besucht. Das Thema an und für sich ist sehr interessant und ergiebig

Die Pressemittelung liefert einen Eindruck was einen erwarten soll, hier ein Auszug: Weiterlesen

Iranian Taboo

Filmplakat zu „Iranian Taboo“

Filmplakat zu „Iranian Taboo“

Iranian Taboo ist ein 80-minütiger Dokumentarfilm auf Persisch mit englischen Untertiteln vom iranischen Filmemacher Reza Allamehzadeh über die systematische Benachteiligung und Unterdrückung von Angehörigen der Bahá’í-Religion unter dem Schah und dem Mullahregime. Mit dem leicht irreführenden Begriff Tabu geht es ihm um „die Offenlegung des Tabus, welches die Islamische Republik Iran über die iranischen Bahá’í verhängt hat“. Weiterlesen

Privat war gestern — Wie Medien unsere Werte zerstören

Buchdeckel „Privat war gestern“

Privat war gestern,
ISBN 978-3-550-08862-9

Die beiden Medienanwälte Dominik Höch und Christian Scherz wollen mit ihrem Buch „Privat war gestern“, dessen Titel eine freie Übersetzung von Mark Zuckerbergs Ausspruch „The age of privacy is over“ ist, das Augenmerk auf den Verlust der Privatsphäre lenken. Sie halten die laufende Erosion der Privatsphäre für einen verhängnisvollen Trend der modernen (Medien-) Welt, denn sie ist Teil der Menschenwürde und stellt somit ein unbedingt schützenswertes Gut dar. Obwohl die Privatsphäre für das Individuum einen Wert für sich darstellt, ist sie sowohl von Seiten der klassischen Medien (Zeitungen, Fernsehen) über das Internet bis hin zur Rechtsprechung heftigen Angriffen ausgesetzt, die den Interessen einer demokratischen Gesellschaft zuwiderlaufen. Als Zielvorstellung (S. 22)

„[…] soll dieses Buch zumindest ein Zwischenruf sein, ein unbedingtes Plädoyer gegen bedingungslose Transparenz in allen Bereichen menschlichen Lebens und für den Schutz der Privatsphäre.“

Weiterlesen

Keine Macht den Doofen

Keine Macht den Doofen

Keine Macht den Doofen,
ISBN 978-3-492-27494-4

Das neueste, vor einigen Tagen erschienene Buch „Keine Macht den Doofen” von Michael Schmidt-Salomon ist tatsächlich eine Streitschrift, eine recht polemische sogar, die nicht jedem gefallen wird und von ihrem Inhalt her auch nur in Ländern westlicher Prägung veröffentlicht werden konnte. Allein schon durch seine Abrechnung mit den Religionen würde er in etlichen Regionen der Welt mit dem Tode bestraft werden. An vielen Stellen gewinnt man den Eindruck, hier hat sich jemand seinen Ärger über die Zustände in der Welt von der Seele geschrieben, denn obwohl nur 124 Seiten lang, hat es das Buch mit seinen sechs Kapiteln durchaus in sich. Trotz der meist harschen und schonungslosen, aber berechtigten, Wortwahl, liest sich das für jeden verständliche Buch mit seinem ironisch-sarkastischen Unterton dennoch angenehm, oft mit einem Schmunzeln. Weiterlesen

Das kleine Survival-Handbuch

Das kleine Survival-Handbuch

Das kleine Survival-Handbuch,
ISBN 978-3-7688-1874-2

Aus der Vielzahl der Überlebensbücher sticht „Das kleine Survival-Handbuch“ von Rob Beattie zunächst durch seine transparente, neongelbe PVC-Buchhülle mit Reißverschluß hervor. Es ist im Taschenbuchformat gehalten und eignet sich somit für Jackentasche oder Wandergepäck. Der verständlich geschriebene Inhalt ist in neun Kapitel gegliedert: Weiterlesen