Archiv für Medien

Pseudojournalismus und politischer Aktivismus bei Panorama (NDR)

Auf der Webseite des ARD-Politmagazins „Panorma“ hat der Mitarbeiter Kaveh Kooroshy mit seinem Artikel „Besorgte Bürger“ unterwandern Polizei ein fulminantes Beispiel zu Aktivismus unter dem Banner von Journalismus im öffentlich-rechtlichen Rundfunk abgeliefert. Weiterlesen

Fehlende Souveränität nur ein Hirngespinst?

Vor Kurzem hatte ich etwas über die (angebliche?) e-Mail von Alice Weidel (AfD) geschrieben und mich über die merkwürdig einseitige Interpretation des Inhalts gewundert: „Das Engelsgesicht der AfD hat eine Vergangenheit als Verschwörerin“. Sicher, es ist Wahlkampf und es geht weniger um die Person Weidel, als um die potentiellen Wähler, die davon abgehalten werden sollen nächste Woche ihre Stimme der AfD zu geben. … Weiterlesen

Bezahlte Meinungen beim SWR

Das es mit der Meinungsvielfalt bei den öffentlich-rechtlichen Sendern (ÖR) nicht weit her ist und Meinungsmache denn Information präsentiert wird, obwohl dieser über Zwangsabgaben von allen Bürgern finanziert wird und dabei auch noch zu den Teuersten gehört, ist schon seit Langem offensichtlich, wird aber von den Sendern immer pflichtgemäß bestritten. Nun kochte gerade ein Fall hoch, bei der eine Produktionsfirma („Encanto TV“) im Auftrag des SWR einen neuen „Bürgertalk“ mit dem Titel „Mal ehrlich …“ produzieren soll. Da dort Bürger und ihre Meinungen die Hauptrollen spielen sollen, suchte die Produktionsfirma Bürger mit der gewünschten Meinung und bot 150,- € dafür. Weiterlesen

Käufliche Fake News

Die FAZ beschreibt in einem Artikel Metoden und Preise von Manipulation und Fake News im Internet. Die Daten stammen aus einem frisch erschienenen 80-seitigem Bericht der Fa. Trend Micro. Weiterlesen

RRG, RGR, R2G, R₂G, R²G oder doch 2RG?

Eine kleine Lehrstunde zur Syntax von Formeln. Der Kürze wegen ist man dazu übergegangen, die parteipolitischen Koalitionsmöglichkeiten in Deutschland als Buchstabenkombinationen zu schreiben. Besonders häufig sind derzeit Gedankenspiele mit den Buchstaben R und G, auch wenn beide dem Wähler ein x für ein u vormachen. Bei den parteipolitischen Formelspielen steht nun das R für die SPD, G für die Grünen/Bündnis 90 und ganz schlau nocheinmal R, jetzt für Die Linke, SED, WASG, PDS oder wie auch inmmer sie sich gerade nennen, wobei für 𝔻R gelten soll R ≢ R, R > 0, ℝ ∩ ℝ. Weiterlesen

Michael Born zu Fake News im Fernsehen

Der verurteilte Filmfälscher Michael Born äußert sich in einem Interview zu Fake News im Fernsehen: Weiterlesen

Tuğçe Albayrak: Heldenverehrung und Dämonisierung um jeden Preis

Die Geschichte mit der ums Leben gekommenen Tuğçe Albayrak beginnt sich inzwischen vollends von den Fakten zu lösen, wie bei Stille Post. Aus dem Einzeltäter wird eine Männergruppe, die zwei junge Mädchen in der McDonalds Toilette sexuell belästigten und anschließend Tuğçe auf dem Parkplatz gemeinschaftlich attackierten (Think Progress von Tara Culp-Ressler, Lieblingsthema: Vergewaltigung).

Thousands of German citizens are mourning a 23-year-old student who was murdered for sticking up for two teenage girls getting sexually harassed by a group of men.
[…]
She confronted their attackers, allowing the teens to escape the situation. But later, in the parking lot of the fast food restaurant, the same men attacked her and allegedly beat her with a baseball bat — an assault that was captured on grainy video footage.

Auch der Spiegel widmet sich heute ganz ausführlich, im neuen Heft sogar mit einem eigenen Beitrag, dem Leben des angeblichen Täters. Ich schreibe hier absichtlich angeblich, weil bisher öffentlich überhaupt noch nicht feststeht, daß er überhaupt ein Täter ist! Weiterlesen

Das Tuğçe-Beweisvideo

In den letzten Tagen hat die Presse eine Geschichte zu dem Vorfall auf dem Parkplatz von McDonalds in Offenbach aufgebaut, die einem Märchen, bei dem es nur schwarz und weiß gibt, gleichkommt: Junge schöne Frau hilft zwei noch jüngeren Mädchen, die von einem ungehobelten Kerl bedrängt werden. Anschließend wartet der Täter außerhalb des Restaurants bis die junge schöne, perfekt integrierte Migrantin das Restaurant verläßt, um sie brutal niederzuschlagen. Abgerundet wurde die Geschichte mit Hinweisen auf einschlägige Vorstrafen des Täters und der Darstellung seiner Person als Komplettversager. Natürlich forderte der Mob daraufhin härtere Gesetze und selbstredend die Todesstrafe. Allein schon das permanente Hervorheben in der Presse auf ihre Jugend und Schönheit waren eindeutig zu viel des Guten. Sicher, den Bildern nach zu urteilen war sie tatsächlich recht attraktiv, aber welche Rolle spielt das in diesem Zusammenhang? Wäre der Vorfall weniger schlimm und nicht weiter bemerkenswert gewesen, wenn es sich „nur“ um eine fette, häßliche, deutsche, erfolglose Mitvierzigerin auf Hartz IV gehandelt hätte?

Jetzt hat Bild das Überwachungsvideo, allerdings eine bearbeitete Version, von dem Parkplatz mit dem Vorfall veröffentlicht. Nimmt man mal an, daß nur unwesentliche Teile herausgeschnitten wurden, um es auf das Wesentliche zu kürzen, stellt sich der Vorgang nicht mehr ganz so eindimensional dar. Weiterlesen

Ein Hund namens Erdoğan

Vor einigen Tagen gab es Aufregung um eine Karikatur (Greser & Lenz, „Türken in Deutschland – Eine Erfolgsgeschichte“) aus einem baden-württembergischen Schulbuch, in der als Beiwerk ein angeketteter Hund in einer mit „Erdogan“ beschrifteten Hundehütte liegt (FAZ, Spiegel). Offenbar fühlte sich jemand in der türkischen Regierung durch den Hund angesprochen und es kam zu öffentlicher und diplomatischer Erregung. Die Berichterstattung darüber in den deutschen Medien ist ein weiteres Beispiel dafür, daß es nur darum geht irgendetwas zu schreiben um Klickzahlen zu generieren. Wirklich informiert wird man aber nicht, das Kernproblem wird nicht angegangen. Es ist im Grunde nur eine Kleinigkeit, aber sie ist mit ein Beleg für die Ursachen der zunehmenden Zahl an Lesern, die für derartige Inhalte nicht mehr bereit sind Geld auszugeben. Weiterlesen

Journalistische Unabhängigkeit

Die FAZ versucht sich an einem medienkritischen Artikel und dem Versuch zu verstehen, warum die Kritik an Medien und der Presse in Blogs und Büchern immer exzessiver und agressiver werde. Unbestreitbar ist der Ton in vielen Fällen äußerst rauh, nicht immer sachlich und die Kritik nicht immer gerechtfertigt, andererseits ist oftmals die einseitige und voreingenommene Berichterstattung, wie bspw. in der Ukrainekrise oder beim Genderfeminismus, einfach nicht zu übersehen. Allerdings scheint dies bei der FAZ natürlich vollkommen anders zu sein, zumindest findet sich in dem Artikel nichts von der dringend notwendigen Selbstkritik, es sind nur die anderen Medien. Der ARD-Chefredakteur Christian Nitsche sieht keinen Vertrauensverlust und verweist auf die hohe Zuschauerquote. Weiterlesen