„Spiderman“ von Paris

Neulich hat ein sich illegal in Frankreich aufhaltender Malier in Paris mit einer Kletteraktion ein Kleinkind vor dem Herunterfallen aus dem 4. Stock bewahrt, in dem er die Fassade hinaufgeklettert ist und es anschließend auf einen Balkon gehoben hat. Reife Leistung und als Anerkennung wurde ihm vom französischen Staat die französische Staatsbürgerschaft zuerkannt.

Es sei ihm gegönnt, aber der Vorgang zeigt stellvertretend in gewisser Weise auch, daß genau die Migranten Schutz bekommen, die ihn weniger stark benötigen. Ursprünglich waren die Asylgesetze für den Schutz der Schwächsten und Verfolgten gedacht. Wer behände vier Stockwerke ohne Hilfsmittel eine Fassade erklettert gehört mit Sicherheit nicht zu den Schwächsten. Allein schon wer den beschwerlichen und oftmals lebensgefährlichen Weg nach Europa geschafft hat, zählt eher zu den Stärksten und Wagemutigsten.

Gleichzeitig gibt es seit Jahren rund um den Globus etliche Flüchtlingslager mit Abertausenden von Menschen. Über die UN werden zwar Gelder und Lebensmittel in diese Lager geschickt, aber ansonsten bleiben diese Menschen von der Politik, namentlich der Deutschen Bundespolitik, und der Asylfrage völlig unbeachtet. Bundeskanzlerin Angela Merkel entdeckte vor rd. drei Jahren überraschend ihr Herz für Migranten über die Balkanroute und öffnete unter dem Vorwand des Humanismus gleich komplett die Grenzen für alle, inklusive Einladung über die Medien. Allerdings befinden sich die Schutzbedürftigsten aus den Lagern noch immer genauso unbeachtet in denselben Lagern wie zuvor, wer in weit überwiegendem Maße kommt, sind kräftige, männliche Glücksritter. Man fragt sich, was die wahren Beweggründe und Ziele der Politik für diese politisch gewollte, völlig ungesteuerte Zuwanderung sind.

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