Die Heimat des Heiko Maas

Heiko Maas hat die Heimat wiederentdeckt und in einem Tweet versucht seine Vorstellungen zu erklären, die dann für alle hier zu gelten haben.

Meiner Auffassung nach ist das eine sehr herbeigequälte Auffassung von Heimat, die Heiko Maas hier versucht zu definieren, damit sie mit seinem politischen Ideologiebild harmoniert. Ganz davon abgesehen, daß es sich seine Meinung handelt, welche er aber zur Richtlinie einer allgemeinen Politik erhebt und jeden der nicht seiner Meinung ist verunglimpft.

Zunächst ist Heimat nicht allein eine politisch-ideologische Angelegenheit. Für viele Menschen gehört auch die Landschaft und das Klima dazu, völlig unabhängig davon, welche politischen Gegebeheiten dort vorherrschen. Selbst wenn die schlimmste Gewaltherrschaft und Unfreiheit regiert, wird es immer sehr viele Menschen geben, die die Region als ihre Heimat ansehen, ohne daß sie die ideologischen Werte des despotischen Systems teilen. Herr Maas sieht es offenbar anders, aber für sehr viele Menschen sind Glauben, lokale Gebräuche und Rituale sowie die Muttersprache bzw. der Dialekt der Inbegriff von Heimat.

Nimmt man seine Definition als gültig an, würde dies bedeuten, daß wenn auf der gesamten Erde, jeder nach seiner Façon leben könnte und Rechte und Chancen nicht vom Glauben abhingen, die Menschen überall auf der Welt ihre Heimat sehen würden. Diese Annahme erscheint mir, milde ausgedrückt, ziemlich weltfremd zu sein, selbst dann wenn man den sozialistischen Zustand des Gleichgemachten herbeigeführt hätte.

Der Spruch „Jeder nach seiner Façon“ ist leicht dahingesagt, aber niemand meint es ohne die Annahme weiterer Prämissen, nämlich einer stillschweigenden Akzeptanz gemeinsamer Werte. Andernfalls hieße es dies, daß hier auch Islamisten und andere Menschenschinder ganz nach ihrer Façon leben können sollten. Der Politik der SPD nach zu urteilen, ist aber genau dies beabsichtigt.

Geradezu absurd wird seine Aussage im Hinblick auf die Politik der SPD, die systematisch gemeinsame Werte im Namen der Vielfalt zerstört. Entweder man möchte eine Wertegemeinschaft formen oder aber ein Maximum an Heterogenität. Beides zusammen geht nicht. Die derzeitige Politik der SPD, bzw. allgemien die Vertreter links-grüner Positionen, importiert willentlich in großer Zahl Menschen, die eben die hiesigen Werte nicht nur nicht teilen, sondern diese sogar zutiefst verachten (die Frauen- und Mädchenmorde sind nur ein Beispiel hierfür). Sie haben einen völlig anderen Heimatbegriff und werden versuchen diesen nach ihren Vorstellungen hier zu etablieren.

Selbst wenn Heimat eine rein ideologische Wertegemeinschaft wäre, wäre es Aufgabe der Politik sie vor zerstörischen Einflüssen zu bewahren. Genau dies geschieht aber nicht, im Gegenteil, die Politik negiert konsequent die Tatsache, daß andere Wertegemeinschaften existieren, die der unsrigen diametral gegenüberstehen.

Ich persönlich bin sogar der Überzeugung, daß nicht einmal Heiko Maas selbst mit seinem eigenen Heimatbegriff glücklich werden würde, verpflanzte man ihn an einen ihm völlig fremden Ort, der jedoch die von ihm genannten Kriterien erfüllte, denn im Grudne ist er ein provinzieller Kleingeist, kein eloquenter Weltbürger.

Dass er sich des Heimatbegriffs angenommen hat, dürfte rein propagandistische Gründe haben und den bevorstehenden Wahlen geschuldet sein, bei denen sich die SPD-Genossen vor desaströsen Wahlergebnissen fürchten, denn noch bis vor Kurzem wurde jeder in die ganz rechte Ecke gestellt, der den Begriff Heimat in den Mund nahm.

Wer den Sozialisten die Heimat überlässt wird sie verlieren.

#SPD_kann_weg

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