Investigativer Journalismus: Die Lücken der Grünen

Jana Hensel, der ganze Stolz des deutschen investigativen Journalismus im 21. Jahrhundert, ist eine knallharte Aufklärerin. In einer pulitzerpreisverdächtigen Untergrundrecherche konnte sie die Lücken bei den Grünen schonungslos aufdecken. Sie scheute keine Mühen und nur durch beharrliche Recherche selbst im Zwielicht unter Bistrotischen gelang es ihr spielend, ihrem Gesprächspartner hochbrisante Informationen zu entlocken, welche die politische Zukunft Deutschlands fundamental verändern könnten.

Es geht um Robert Habeck, jenen Revolutionär der aus der Kälte kam. Der, der mit seinem natürlich gebliebenen Äußeren unverfälscht wirkt und die Massen in seinen Bann zieht. Ein passionierter Jäger, der es liebt mit seinen erlegten Trophäen zu posieren, denen er allein bewaffnet mit den Söhnen Balmungs gegenüber trat, um dem Volke, welches es bekanntermaßen gar nicht gibt, die erlösende Botschaft zu bringen: Seht her, nur ich, der Bezwinger des wilden Broccoli, werde Deutschland in eine ruhmreiche vegane Zukunft zu führen in der Lage sein.

Also eben dieser pressedesignierte Bundeskanzler Habeck hat das gewisse „Etwas“ und das wohl nicht zu knapp, was ihn unzweifelhaft sofort als α-Männchen kenntlich macht, willige, weitläufige Weibchen instantan nach Luft ringen lässt und bei seinen Vorgängern im Amt so schmerzhaft vermisst wurde: Er hat Löcher in den Socken!

Wenn Robert Habeck im ICE-Bordbistro seine Schuhe auszieht, was er nicht immer, aber eigentlich gern macht, weil er wahrscheinlich momentan in Zügen mehr zu Hause ist als irgendwo sonst, dann kann es schon passieren und man sieht die Löcher in seinen Socken. Ihm selbst ist daran nichts peinlich. Er blickt einen an, als seien Löcher in den Socken das Normalste auf der Welt. Sind sie wahrscheinlich auch. Nur sein Mitarbeiter schaut erst seinen Chef, dann die Löcher an den Füßen unter dem Tisch und schließlich mich, die Journalistin, an. Sein Blick versucht mir zu verbieten, das alles gesehen zu haben. Und natürlich habe ich nichts gesehen.

Ja so sind sie, die deutschen Journalisten des 3. Jahrtausends u. Z., ihnen gelingt es immer wieder mit unbeschwerter Leichtigkeit eine Brücke zwischen Belanglosigkeit und Lächerlichkeit zu schlagen.

Die ganze phänomenale Recherche gibt es übrigens bei der Zeit zu lesen.

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