Empowerment oder doch nur verbrämter Neid?

Man schaue sich den gerade herumgehenden Tweet mit Kunstwerken der Künstlerin Harmonia Rosales und ihrer Botschaft an (Videodownloalink).


Die betreibt das schon ein paar Jahre, auf ihrer Webseite findet sich mehr davon. Ihre Gemäldeserie B.I.T.C.H (Black Imaginary To Counter Hegemony) ist von 2017.

We have been underrepresented and misreprensented for so long that I feel I should paint to empower us. We need powerful images for our youth to see.

Man kann jetzt hergehen und dies für alle Rassen analog wiederholen, doch es bleibt was es ist, eine, wenn auch kunstvolle, Kopie ohne Eigenes, eine Simulation der Eigenständigkeit. Sie wollen die Kultur weißer ausradieren, schaffen es aber nicht was Eigenes auf die Beine zu stellen.

Mir scheint dabei ein gewisser Animismus Vater des Gedankens zu sein. Sie empfindet die alten Gemälde als so kraftvoll, daß es reiche die darin enthaltenen Weißen durch Schwarze zu ersetzen, um die farbige Jugend zu stärken („ermächtigen“).

Der Cargo-Kult von Melanesien bis Neuguinea beruhte auf einem ähnlichen Prinzip:

Nachdem die Europäer anfänglich für die Ahnen selbst gehalten wurden, erkannte die indigene Bevölkerung rasch, dass es normale Menschen waren, die aber viel reicher waren als sie selbst. Sie schlossen, dass dieser Reichtum (die cargo) von den Europäern aus dem Land der Ahnen gestohlen wurde, die aber zurückkommen würden, um sich zu rächen und die cargo (Feuerwaffen, Autos, Flugzeuge usw.) den Indigenen zu übergeben. Zur Vorbereitung dieses Ereignisses errichteten sie Nachbauten von Hafenanlagen, Flugplätzen oder Funkmasten und zerstörten teilweise ihre Häuser und Pflanzungen.

Selbst der Grundgedanke des rituellen Kannibalismus aus anderen Teilen der Welt ist derselbe. Man aß Teile des Gegners oder Angehöriger, oft das Gehirn, um dessen Kraft in sich aufzunehmen. Teilweise allerdings auch oft mit fatalen Folgen: Infektion mit Prionen, Auslösern von Kuru, eine fatal verlaufende Erkrankung des Gehirns.

In beiden Fällen ist im Grunde Neid (oder Not) der Antrieb, man erkennt, daß der Andere besser gestellt ist, will dies auch haben und versucht dies durch Kopieren zu erreichen, ohne jedoch den Hintergrund zu verstehen.

Auch der Genderfeminismus funktioniert exakt nach diesem Prinzip, dort nennt es sich dann Teilhabe. Im kulturellen Bereich werden alte Filme mit Frauen oder Farbigen in politisch korrekter Manier nachgedreht, jedoch keine eigenständigen, unabhängigen Werke mit einer eigenen Geschichte geschaffen. Im Genderismus wird ähnlich dem Cargo-Kult Wissenschaft simuliert. Man veröffentlicht reichlich, zitiert sich gegenseitig zirkulär und hofft das sich dadurch eine andere Realität („Sprache schafft Realität“) einstellt, hat aber im Grunde nicht verstanden was Wissenschaft ist und wie sie funktioniert. Wie einst die Melanesier, die Funkmasten aus Gehölzen nachbauten. Die Realität zeigt jedoch, daß dies nicht funktioniert, solange man nur Verhalten simuliert, nichts versteht und selber nichts substantiell Neues hinzufügt.

Nun stelle man sich vor, ein weißer Künstler hätte sich heutzutage reihenweise Kunstwerke mit Schwarzen vorgenommen und die durch Weiße Figuren ersetzt. Ein Sturm der Entrüstung bräche unter Linken und Farbigen los, er würde alles andere als für seinen Versuch die (weiße) Jugend ermächtigen zu wollen gefeiert werden. Und damit sind wir, wie der Twitterer Rübenhorst in seinem Tweet auch bemerkte, am Kern des Problems angekommen. Selbst wenn man es wollte, man könnte es schlicht nicht, denn die afrikanischen Kulturen haben nichts, es gibt einfach keine kopierwürdigen Vorbilder. Auch zur Moderne haben sie nicht beigetragen, keine Literatur, keine Erfindungen, keine Entdeckungen. Man gehe einmal über im weitesten Sinne Handelsmessen. Bis heute werden dort die immer gleichen mehr oder weniger primitiven, oftmals schlecht bearbeiteten Schnitzereien zusammen mit Trommeln und sonstigem Firlefanz ausgestellt. Ein wesentliches Kennzeichen schwarzafrikanischer Kulturen ist ihr intellektueller Stillstand. So wie im vorliegenden Fall, Cargo-Kult mit Bildern. Selbst das, was man heute über die Vergangenheit der afrikanischen Kulturen weiß, wurde letztendlich durch weiße Wissenschaftler und deren Aktivitäten bewahrt, denn sie selber bewahren nichts.

Ein Kommentar

  1. Bill Miller sagt:

    Ziemlich exakt das was H. Danisch sagt.

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