3.787.237 Minuten Verspätung

Wie die Antwort auf eine Anfrage von der Die Linke ergeben hat, soll die Deutsche Bahn im Jahre 2013 3.787.237 Verspätungsminuten erreicht haben (HAZ, Zeit), was immerhin 7,2 Jahren entspricht. Eine wunderbar genaue Zahl, die durch Angabe bis auf die letzte Minute mal wieder eine Genauigkeit vorspiegelt, die es so gar nicht gibt und die vor allen Dingen für den Bahnkunden praktisch keine Aussagefähigkeit hat. Der Ehrlichkeit halber sollte man aber auch erwähnen, daß nicht alle Verspätungen durch die DB verantwortet werden (Selbstmörder, Notfälle, Randale, Polizeieinsätze, Unwetter etc.).

  • Zunächst einnmal werden Verspätungen unter 6 Minuten nicht als Verspätung gezählt. Die kleinen Verspätungen sind aber im alltäglichen Leben die Hauptursache, daß der Kunde seine Anschlüsse (nicht zwansläufig bei der DB) verpasst.
  • Eine Verspätung wird bei der DB nicht dann gemessen, wenn sich die Türen öffnen und der Kunde wieder volle Bewegungsfreiheit genießt, sondern bei der Durchfahrt an einem bestimmten Punkt einer Betriebsstätte. Besonders „interessant“ wird die Art Messung bei großen Kopfbahnhöfen (z. B. Hbf. Frankfurt am Main). Die Züge kommen messtechnisch zwar häufig pünktlich an, stehen dann aber gerne noch eine ganze Weile (10, 15, 30 min) im Vorfeld. Ebenfalls nicht gezählte Verspätungen, die bei den Kunden aber für verpasste Anschlüsse und jede Menge Ärger (gerade wenn der letzte Bus o.Ä. weg ist) sorgen.

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