Genderismus will Abwesenheit von objektiver Wissenschaft beweisen

In einem Interview haben die Poltikwissenschaftlerin Birgit Sauer und die feministische Philosophin (was nicht alles erfunden wird) Sushila Mesquita die steile Hypothese wiederholt, daß es die Hauptaufgabe des Genderimus sei, nachzuweisen, daß es keine objektive Wssenschaft gäbe. Es geht um die angebliche Entlarvung der Wissenschaft als Machtinstrument zur Unterdrückung der Frauen.

Birgit Sauer: Man kann in der feministischen Wissenschaft zwei Ebenen ausmachen: die feministische und Genderforschung in den einzelnen Disziplinen und auch die Genderforschung als eigene Disziplin.

Prämisse: „Genderforschung“ ist Wissenschaft!

Mesquita: Es ist einer der wichtigen Beiträge der feministischen Wissenschaft, nachzuweisen, dass es keine objektive Wissenschaft gibt, sondern dass sie immer mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen verwoben ist. Die Kritik, dass Gender Studies Ideologie seien und keine objektive Wissenschaft, finde ich daher sehr naiv.

Merken hier weder die Interviewer (Oona Kroisleitner & Tanja Traxler) noch die Interviewten welcher Unsinn hier geplappert wird? Die ganze Aussage ist ein einziger Widerspruch in sich, ein nicht auflösbares Paradoxon. Könnte die „Genderforschung“ tatsächlich darlegen, daß es keine Objektivität in der Wissenschaft gibt, hätte die „Genderforschung“ sich damit selbst widerlegt, da es ihrer Beweisführung an Objektivität mangeln würde. Außerdem würde sich bei Bestätigung der Hypothese der Sinn von Wissenschaft, also auch der von „Genderforschung“, in Luft auflösen und die Kritiker darin, daß es sich hierbei um Ideologie handelt, bestätigen. Wenn es keine objektive Wissenschaft gibt, kann somit auch Gender Studies logischerweise keine objektive Wissenschaft sein und muss daher Ideologie sein. Und diese Leute sitzen auf Professorenstellen und Ministerposten! Eine nahezu analoge, identische Argumentationskette kennt man übrigens von Kreationisten und anderen Gläubigen, daß Wissenschaft auch nur ein Glauben sein.

Es kann nicht bestritten werden, daß die Eingangshypothesen und Prämissen wissenschaftlichen Arbeitens nicht immer objektiv sind und durch höchst subjektive Einstellungen geprägt sein können, aber es ist eben genau Aufgabe wissenschaftlicher Methodologie die subjektiven Elemente zu eliminieren und ein objektives Wissensfundament zu errichten. Daß dies möglich ist, beweist unser tägliches Leben. Autos fahren, Flugzeuge fliegen und Händis und andere Computer mit ihrem Innenleben aus Mikroelektronik sind alles konkrete Produkte objektiver Wissenschaftstätigkeit. Ob Aerodynamik, Relativitätstheorie oder Quantenmechanik, sie alle liefern reproduzierbare, objektive Ergebnisse, wohingegen die „Genderforschung“ — im wissenschaftlichen Sinne — bisher noch nicht die geringsten Ergebnisse, trotz millioenschwerer Investitionen, produziert hat, auch weil dort keinerlei Forschung stattfindet.

„Genderforschung“ ist nichts weiter als ein Zitationskarussel. Jemand stellt eine Hypothese in den Raum und alle Anderen greifen diese auf, unternehmen jedoch noch nicht einmal ansatzweise den Versuch deren Richtigkeit experimentell zu bestätigen oder zu widerlegen. Wenn genügend Genderisten die Hyptohese wiederholt haben, gilt sie als gesichertes Wissen, im Stand eines nicht mehr zu hinterfragenden Dogmas. Nur in den Religionen findet sich ein ähnliches Ausmaß an Autoritätsgläubigkeit, ja -hörigkeit, wie im Feminismus.

Aber das Gesagte spiegelt exakt das Ziel Genderismus wieder, die Auslöschung jeglicher Bewertbarkeit. Feministische Dogmen sollen von vornherein mangels angeblicher objektiver Belegbarkeit allen Bewertungs- und Überprüfungsversuchen entzogen werden. Einstellungs- und Prüfungsanforderungen für Frauen sind dementsprechend nur Ausdruck von patriarchalen Unterdrückungsmechanismen. Gemäß dieser Einstellung werden daher auch systematisch die Anforderungen für Frauen zur Erreichung eines Zieles reduziert, bspw. durch einfachere Eingangstests, Quotenregelungen, etc.

Dieser Unsinn hat System, setzt er sich doch bis zu Forderungen an die Justiz zur Abschaffung der Unschuldsvermutung fort. Da es keine objektiven Beweise für eine Vergewaltigung geben kann, muß man eben dem behaupteten Opfer von vornherein uneingeschränkt glauben und den vermeindlichen Täter dementsprechend verurteilen. Der reine Versuch einer Wahrheitsfindung wird damit obsolet.

Die politischen Entscheidungsgremien sind bereits derart mit Feministen und Esoterikern infiltriert, daß es bisher eben keinen erkennbaren Widerstand gegen diese faschistoide Ideologie gibt. Was die beiden Genderisten hier zu spüren bekommen ist nicht der Gegenwind gegen ihren Unsinn, sondern der allgemeine Geldmangel an den Universitäten, die systematisch ausgehungert werden. Bei der Misere der Universitäten gehen der amerikanisch geprägte Neoliberalismus und der Feminismus fröhlich Hand in Hand.

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