Pro Asyl und das Umsiedlungsprogramm der EU

Dimitris Avramopoulos, der in der EU-Kommission für Migration zuständig ist, wirbt für das Umsiedlungsprogramm der EU, er hält es für ausreichend, Pro Asyl geht es nicht weit genug. Beide liegen falsch.

Die EU-Kommission hatte dieses Programm im vergangenen Sommer gestartet. „Wir schlagen vor, dass es 50.000 Umsiedlungsplätze in den Mitgliedsländern geben soll, die wir mit einer halben Milliarde Euro unterstützen“, sagte Dimitris Avramopoulos, der in der EU-Kommission für Migration zuständig ist.

50.000 von Millionen die es im Nahen Osten und Afrika betrifft, anders ausgedrückt, das Programm ändert vor Ort reinweg gar nichts. 500 M€ hört sich im ersten Augenblick viel an, aber pro Kopf beträgt der Zuschuss gerade einmal 10.000 €! Von diesem Geld sehen die Umgesiedelten nicht einen Cent, denn allein die Verwaltungskosten für Sie betragen bereits ein Mehrfaches davon.

Was die EU als ausreichend erachtet — für was eigentlich ausreichend? — fordert Pro Asyl wenig überraschend deutlich mehr:

Pro Asyl hält Programm für nicht ausreichend

Die Hilfsorganisation Pro Asyl begrüßt zwar, dass die Europäische Union mehr legale Wege schafft. Die Zahl der Menschen, die aus Afrika in Europa aufgenommen werden, ist allerdings deutlich zu gering, sagte Karl Kopp dem ARD-Studio Brüssel: „50.000 ist ein Anfang, aber es reicht nicht aus. Weil wir alle wissen, dass es einen viel höheren Bedarf gibt.

Es ist das Spiel großer Zahlen um das keine Seite herum kommt, was auch Pro Asyl nicht wirklich einsehen will. Selbst wenn Millionen aus dem riesigen Afrika in das dicht besiedelte, vergleichswesie kleine Europa umgesiedelt werden würden, würde sich im Nahen Osten und Afrika nichts ändern, denn für jeden der umgesiedelt werden würde, werden etliche mehr in Afrika geboren. Europa hingegen trüge, ginge es nach Pro Asyl, eine ungeheure, sinnlose Last, da die potentiell Umgesiedelten auf sehr lange Sicht für die europäische Wirtschaft unbrauchbar sein werden, wie die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte mit der in der Summe fehlgeschlagenen Integration überdeutlich gezeigt haben, wodurch die Sozialsysteme auf Jahrzehnte hinaus mit Milliardenmehrkosten belastet werden würden, die allein durch die schrumpfende autochtone Gesellschaft aufgebracht werden müssten.

Ein Kommentar

  1. […] das nächste Stichwort, zum dem ich schon an anderer Stelle kurz was gebloggt hatte. Die UN möchte mit Umsiedlungsprogrammen (Relocation & Resettlement) große Zahlen von […]

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