Kinematografischer Menstruationshorror

Das feministische Missy Magazin steht nach 10 Jahren vor dem finanziellen Aus und versucht nun durch die Crowdfundingkampgane „Caring is Sharing — #10UndMehrMissy“ sein Siechtum zu verlängern.

Daß das Missy Magazin nur von so Wenigen gelesen wird, ist eigentlich nur mit einer profunden Unkenntnis der Lesebefähigten über die wirklich wichtigen Themen die die Welt bewegen und wo diese ausführlich besprochen werden erklärbar. Das ist schade, denn wo sonst außer im Missy Magazin würde man kontinuierlich über die Menstruation in Horrorfilmen informiert werden und wie man ein Menstruator, also eine menstruelle AktivistInn (man beachte die Genderschreibweise, damit auch Männer eingeschlossen sind) werden kann?

Missy ist das Magazin für Pop, Politik und Feminismus. Wir schreiben über trans Familien, Sexarbeit, Kathleen Hanna, Mösendampfbäder, Bike Polo, Fat Acceptance, Computerspiele, Vereinbarkeit, Sofia Coppola, Asyl und Alltag, The Knife, Anal Plugs, Katzen und Männer, Menstruation in Horrorfilmen, Achselhaare und Lena Dunham. Crafting und Kochen sind für uns ebenso Themen wie queere Pornografie oder Organisationen, die sich für sichere Abtreibungen einsetzen. All das passiert mit einer Attitüde, die beständig den Status quo mit einem Grinsen infrage stellt. Weil wir (noch) nicht in einer gleichberechtigten Gesellschaft leben. Weil es noch viel zu diskutieren und zu verbessern gibt. Feminismus ist passé? We don’t think so. FEMINISMUS IN GEIL. Deshalb Missy.

Jeder kennt das, es ist schön etwas Eigenes zu haben was einem niemand nehmen kann und was hätten Feministinnen ohne ihr konstituierendes Thema, die Menstruation? Nichts, ohne sie wäre die Welt doch irgendwie blutleer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.