Periodensex

Das Thema Feminismus gab es hier im Blog schon einige Male (hier oder hier), nun kommt etwas in der Sammlung hinzu: Eine Fotogalerie zu Menstruationssex von der Fotografin Nolwen Cifuentes

Nachdem der feministische Newsletter Salty die Fotos veröffentlichte, bekam ich viel positives Feedback. Ich habe Mails erhalten, in denen mir Menschen erklärten, wie gerührt sie davon seien. Aber vorher hatte ich große Probleme, eine Plattform zu finden, die das veröffentlicht. Sie sagten mir, es gehe „zu weit“ oder sei „eklig“ – ich hatte fast aufgeben. Aber nach dem Post auf Salty ging das Projekt durch die Decke. Es hat schon auch Hater gegeben, aber größtenteils sind die Reaktionen positiv.

Wenn Feministin nicht weiß was sie machen soll, aber Publicity braucht, kommt was mit Menstruationsblut. Gut, es funktioniert ja auch, q.e.d, zeugt aber auch davon, daß sie nichts anderes Eigenes als ihre Ausscheidungen haben mit denen sie brillieren können.

Es ist das alte Paradoxon der Feministinnen. Sie wollen, daß Frauen nicht nur über ihren Körper wahrgenommen werden, aber um überhaupt wahrgenommen zu werden fällt ihnen nichts Anderes ein, als mit Menstruation und Brüsten hausieren zu gehen. Anschließend wundern sie sich, daß sie und ihre Anliegen nicht für voll genommen werden.

Ich weiß nicht wie es Anderen geht, ich finde — unabhängig vom Thema — die Fotos für einen Fotograf einfach schlecht (flau, gewollte Unschärfe falsch gesetzt). Außerdem gibt es Stellen, bei denen ich mich Frage ob das überhaupt echt ist. Mir erscheint teilweise die Farbe des Bluts als auch die Form und Anordnung der Flecken arg künstlich. Aber egal, zumindest wenn man wirklich das Anliegen und die Möglichkeiten dazu hat, ein tabubehaftetes Thema aus seiner dunklen Ecke herausholen zu wollen, um es in ein positives Licht zu rücken, sollte man sich als Fotograf doch etwas mehr Mühe geben, denn es handelt sich ja nicht um Schnappschüsse aus der Hüfte. Man muss auch bedenken, daß üblicherweise nur die besten Fotos veröffentlicht werden.

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