IWF lanciert Werbekampagne für die AfD: 114 G€ für die Eurorettung von Deutschland

Der Euro wird eine stabile Währung sein, der Euro wird eine harte Währung sein, der Èuro wird besser als die DM sein. Sagten sie. In der Realität hangeln wir von einer Eurokrise besser gesagt Bankenkrise zur Nächsten. Jetzt möchte der IWF einen neuen Fonds auflegen, in den alle Euroländer einzahlen sollen.

Berlin, Europas heimliche Hauptstadt, um ihren spektakulären Vorschlag zu präsentieren. Die Deutschen dürfen sich damit gebauchpinselt fühlen – aber das wird kaum etwas daran ändern, dass der Vorschlag aus Washington in Berlin für reichlich Ärger sorgen dürfte.

Dürfen wir das? Weil Deutschland weiterhin der Zahlmeister des Euroraums sein soll?

Denn in der Diskussion um die Reform der Euro-Zone macht der IWF einen brisanten Vorschlag: Er will einen Schlechtwetterfonds für die Euro-Zone gründen. Wenn in Zukunft ein finanzschwaches Euro-Land in eine Wirtschaftskrise gerät, soll es daraus automatisch Milliardenhilfen in seinen Haushalt überwiesen bekommen. „Um eine schmerzhafte Wiederholung der Krise zu verhindern, braucht die Euro-Zone eine zentrale Fiskalkapazität“, sagte Lagarde in Berlin.
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Jedes Land soll im Jahr 0,35 Prozent seiner Wirtschaftsleistung einzahlen. Für Deutschland wären das gut 11,4 Milliarden Euro. Innerhalb von zehn Jahren müsste die Bundesrepublik also 114 Milliarden Euro für den Topf aufbringen.

Weitere 114 G€ für den Erhalt eines Systems, in welchem bereits jetzt Abermilliarden auf Nimmerwiedersehen versackt sind. Dazu noch die bestehenden Haftungsrisiken Deutschlands in Höhe von mindestens 1 T€, bei denen man wohl davon ausgehen muss, daß diese auch größtenteils fällig werden.

Es wir immer wieder gutes Geld in ein völlig marodes System gesteckt, nur weil man nicht zugeben will, daß man sich mit dem Euro vergaloppiert hat. All dieses Geld ist von den Bürgern Europas erarbeitet und ihnen durch Steuern abgepresst worden.

Ein ähnliches Verhalten ist von meist eher unbedarften Aktienbesitzern bekannt, die bei stark fallenden Kursen in der Hoffnung auf eine Kursänderung und einen satten Gewinn weiter und weiter dieselben Aktien nachkaufen, weil sie nicht einsehen wollen, daß das Geld verloren und es besser ist die Aktien unter Verlust zu verkaufen, um wenigstens noch einen Teil des Geldes zu retten.

Damit der Topf nicht zur Hängematte für hoch verschuldete Staaten in guten Zeiten wird, will der IWF Auszahlungen an das vorherige Einhalten von Schuldenregeln koppeln, die am besten gleich mit reformiert werden sollen.

Das wird nicht funktionieren, weil es bereits jetzt nicht funktioniert und bisher auch nie funktioniert hat. Gleich am Anfang wurden Länder wie Griechenland regelwidrig aus rein politischen Motiven in den Euroraum aufgenommen, mit bekanntem Ergebnis. Alle Regeln, nicht nur die im Finanzsektor (siehe Dublinabkommen), werden ohne Umschweife über Bord geworfen, sobald es politisch opportun erscheint. Die EU wird von Ideologen regiert, die ausschließlich ihre Vision verfolgen, auch gegen jede Realität. Reine Sachentscheidungen sind ihnen einfach fremd. Es ist Zeit die Reißleine zu ziehen.

2 Kommentare

  1. Bill sagt:

    Juncker will jetzt auch eine europäische Arbeitslosenversicherung. Na raten wir mal wer der größte Einzahler sein wird …

  2. Das geistert schon eine ganze Weile rum, Ulrike Guérot vom dubiosen EDL (http://www.feuerwaechter.org/2018/03/european-democracy-lab/) und Handelsreisende in Sachen EUDSSR fordert dies in etlichen Auftritten.

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