Deutscher Student aus Indien ausgewiesen

Der deutsche Physikstudent Jakob Lindenthal, der sich während eines Austauschjahres in Indien aufhielt, ist ausgewiesen worden, weil er gegen ein neues Staatsbürgergesetz protestierte welches (angeblich) Mohammedaner diskriminiere. Der eigentliche Grund für seine Ausweisung dürfte jedoch nicht die bloße Teilnahme an der Demo gewesen sein wie er meint, sondern die Art seines Verhaltens. Den Bildern mit seinen Plakaten nach zu urteilen war er nicht einfach nur dabei, sondern hat recht aktiv mitgemacht.

“I do love the IIT-M campus, I love India but I am concerned about illiberal extremes in the country…In Germany, nobody is ever evicted for participating in a legal demonstration,” Lindenthal said.

Was ist das für ein dämliches Argument, in Deutschland sei noch niemand wegen der Teilnahme an einer legalen Demonstration ausgewiesen worden? Aber vielleicht ist genau das das Problem, wir schaffen es ja nicht mal schwerstkriminelle systematisch abzuschieben! Man muss eigentlich nicht mal Abitur haben, um ohne Überraschung zu wissen, daß in Indien indische Gesetze und keine Deutschen gelten. Die Inder dürfen wirklich ihre eigenen Gesetze machen. Eine für Linke offenbar nur schwer vorstellbare und vor allen Dingen akzeptable Tatsache.

Es stellt sich die Frage, ob er als Deutscher und Ausländer überhaupt das grundsätzliche Recht hatte an Demos in Indien teilzunehmen, ich kenne da die Rechtslage nicht. Ein analoger Umstand der mir dieses Jahr schon bei den Blockaden von Extinktion Rebellion (XR) in Deutschland unangenehm aufgefallen war. Ein erheblicher Teil der XR-Demonstranten hier in Deutschland war aus Schweden, den Niederlanden, Dänemark und anderen Ländern für Blockierungen, also extra zur Begehung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, angereist. Die Polizei hätte diese sofort beim Blockieren einkassieren und umgehend ausweisen sollen, denn sie haben in Deutschland kein Demonstrationsrecht, da sie nicht unter den Schutz von Art. 8 GG fallen, aber offenbar war dies politisch eben nicht gewollt, da die Blockaden an und für sich von der Politik wohlwollend geduldet wurden.

Art 8

(1) Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.

(2) Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes beschränkt werden.

Aber zurück zu Jakob Lindenthal, im Gegensatz zur hiesigen Polizei lassen sich nicht alle staatlichen Organe ungestraft Beschimpfungen von Gästen gefallen und ignorieren Plakate mit Aufschriften wie „1933 – 1945 We have been there“ oder „uniformed criminals = crimninals“. Noch dazu wo er sich, vorsichtig ausgedrückt, in die Nähe einer marxistischen Organisation („Chinta Bar“) begeben hat.

Hailing from southern Germany, Lindenthal, halfway in the IIT programme, said that questions about his participation in protests also included his *proximity to a Marxist group*, Chinta Bar, which organised the protest in IIT-M.

Im Grunde hat er Glück gehabt, daß er freundlich ausgewiesen wurde und die indische Polizei regelkonform handelte, die reagieren auch gerne mal eher robust.

Die Ausweisung wird noch verständlicher, wenn man berücksichtigt, daß es schon seit Längerem neben den üblichen Konflikten wie Kaschmir, Pakistan, Bangladesh, China, Rohingya erhebliche innerindische Spannungen zwischen Mohammedanern und dem Rest der Bevölkerung gibt. Zusätzlich löste Mitte des Jahres ein Gesetz, welches die islamische Talāq (Verstoßung), eine Form der Scheidung, die ausschließlich von Männern vorgenommen werden kann, verboten wurde, ausgiebige Proteste von Mohammedanern aus.


Die Lage ist also angespannt und das Letzte was Indien jetzt im eigenen Land haben will und braucht, sind ausländische Revolutionäre, die die Stimmung noch zusätzlich anheizen. Noch dazu Marxisten, deren erklärtes Ziel eine Revolution ist, die alles Bestehende hinwegfegen soll, um dann wie bei einem Phönix aus der Asche die neue sozialistische Gesellschaft ausrufen zu können, von der sie nicht einmal selber wissen wie genau die eigentlich funktionieren soll. Erst mal das Alte zerstören, das Neue wird sich dann schon irgendwie finden. Die indische Regierung handelte somit getreu der Maximne „wehret den Anfängen“, täte sie dies nicht, hätte sie bald die Bude mit linken Revolutionären voll.

2 Kommentare

  1. Theaitetos sagt:

    Ist der Student tatsächlich ein Deutscher oder ein Jude?

  2. uwe hauptschueler sagt:

    Religion ist Opium fürs Volk.
    Μarxisten, die sich für die Rechte von Mohammedanern einsetzen. Jeder Jeck ist anders, würd ein Rheinländer sagen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.