Fehleinschätzungen bei der SPD: Die Trendwende

Die SPD-Vorstände Saskia Esken und Walter-Borjans geben ihre Einschätzungen zu den schlechten Wahlergebnissen bekannt und beweisen damit wieder einmal ihren Realitätsverlust.

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sprach im ARD-Morgenmagazin von einer Trendwende: „Das Tal haben wir durchschritten mit der Europawahl im vergangenen Jahr. Da waren wir bei 19,2 Prozent in Nordrhein-Westfalen. …  Jetzt ist wieder ein deutliches Stück Aufwärtstrend zu sehen, das halte ich für eine Trendwende.“ Er räumte aber ein: „7,5 Prozent gegenüber der letzten Kommunalwahl zu verlieren, tut weh“.

Die SPD hat seit der Wiedervereinigung rund 50% ihrer Wähler in Nordrhein-Westfalen verloren, hier also von Trendwende zu sprechen weil im Vergleich mit der Europawahl es ein paar Prozent mehr gab, aber man hat seit der letzten Kommunalwahl 7,5% verloren hat ist einfach Lächerlich. Das klingt mehr nach dem Pfeifen im Wald.

Die Co-Chefin der SPD, Saskia Esken, sprach von einer bitteren Niederlage. „Das ist natürlich ein enttäuschendes Ergebnis“, sagte sie im ZDF. „Es ist uns nicht gelungen, deutlich zu machen, dass es einen Unterschied macht, wo Sozialdemokraten regieren.“

Haha, was für eine Fehleinschätzung, 😂. Das Gegenteil ist richtig, es ist der SPD sehr wohl gelungen deutlich zu machen, daß es einen Unterschied macht wo Sozialdemokraten regieren, genau deshalb verliert die SPD drastisch in der Wählergunst. Die SPD vertreibt mit ihrer Minderheitenpolitik, dem Genderwahn, ihrem Rassismus und der Familienfeindlichkeit und ihren Wählerbeschimpfungen ihre Stammwählerschaft geradezu, nur besitzt in er SPD niemand mehr die intellektuelle Kapazität das erfassen.

Das Argument ist allerdings auch typisch für die SPD: Der Wähler hat uns nicht verstanden. Das zieht sich durch viele Wahlen der letzten Jahre. Die bloße Idee, daß die Wähler die SPD sehr wohl verstanden haben, deren Politik eben ablehnen und genau aus diesem Grunde der SPD die Wählerschaft aufkündigen, erscheint der SPD völlig absurd. Der Wählerschwund wird als reines Kommunikationsproblem verstanden und der Wähler als unmündiges Kind gesehen, mit dem man ganz langsam und deutlich reden muss.

Auch das Festhalten an Überzeugungen wider die Realität und die Unfähigkeit andere Möglichkeiten auch nur in Betracht zuziehen ist inzwischen auch SPD-typisch. Man wähnt sich im Besitz der ultimativen Wahrheit, der die Anderen nur zu folgen haben. Hier als Beispiel ein SPD-„Analyst“ der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES):


Man ist felsenfest davon überzeugt, daß bei der nächsten Wahlen in den USA Joe Biden gewählt werden wird und Donald Trump die Wiederwahl verlieren wird. Die Möglichkeit besteht zwar, aber bereits jetzt wird ein Gewinn von Donald Trump absolut ausgeschlossen. Die Frage weshalb die Demokraten einen offensichtlich dementen Kandidaten aufstellen wird ignoriert, was zählt ist einzig, daß er Demokrat ist. Und das nennt sich Analyst.

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