Schwimmwesten vor dem Reichstag

Heute wurden wurden als Aktion von dem „Kollektiv ohne Namen“, ein Zusammenschluss angeblicher Künstler, hunderte Schwimmwesten auf der Hintertreppe der Reichstags in Berlin drapiert. Die Westen sollen von Migranten stammen, die die griechische Insel Lesbos erreicht haben.

Egal ob das mit der Herkunft der Westen nun stimmt oder nicht (die sind sicher auch nicht klimaneutral nach Berlin geschwommen), Zweck der Aktion ist es, direkt und indirekt Druck auf die Regierung auszuüben. Es geht, wie immer bei diesen, in meinen Augen, Schlepperorganisationen wie Sea-Watch oder Seebrücke darum mehr, „Flüchtlinge“ nach Zentraleuropa hereinzuholen, jedoch nicht um Humanismus. Einwände gegen diese Praxis, daß es völkerrechtlich keine Flüchtlinge mehr seien und dies ausschließlich aus (links)ideologischen Gründen organisiert werde um mehr Migranten nach in die EU zu holen werden wieder besseres Wissen geleugnet und vom Tisch gewischt. Die Migranten sind nur das ggf. austauschbare Werkzeug der Linksideologen.

Zunächst stellt sich die Frage, wovor fliehen Araber, Iraker, Afghanen, Nordafrikaner u.a. eigentlich aus der Türkei, wo weder Krieg herrscht noch ihnen Verfolgung droht außer um in die EU, bevorzugt nach Deutschland, zu kommen? In ähnlicher Form stellt sich gleiche Frage übrigens viel weiter nördlich in Mitteleuropa am Ärmelkanal: Wovor flieht man aus Frankreich und was rechtfertigt dann noch den Anspruch völkerrechtlich als Flüchtling wahrgenommen werden zu wollen? Aber zurück in die Ägäis. Man sehe sich mal die auf einer Landkarte die Lage der griechischen Insel Lesbos an.

Kartenausschnitt der Ägäis. Rot eingekreist, unmittelbar vor der türkischen Küste, die griechische Insel Lesbos.

Warum sollte jemand aus anderen Gründen als dem Genannten ausgerechnet nach Lesbos fliehen? Rein geographisch, nicht politisch, ist Lesbos Teil der Türkei. Eingebettet in eine Buch unmittelbar vor dem türkischen Festland, in der Nähe der modernen türkischen Großstadt Izmir, umgeben von der Türkei, weit entfernt vom griechischen Festland. Technisch gesehen ist sie eine Sackgasse auf dem Fluchtweg, außer man weiß, daß von dort ein Weitertransport per See oder Flugzeug erfolgen wird, denn anders ist von dort kein Weiterkommen. Für Schlepper ist Lesbos jedoch der perfekte Standort, weil der organisatorisch kürzeste Weg von der Türkei in die EU.

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