Grüne Hungersnot

Nicht viele dürften bisher von den Unruhen in Sri Lanka etwas mitbekommen haben. Die wirtschaftliche Lage in Sri Lanka ist desaströs und verursacht in der Bevölkerung durch Arbeitslosigkeit und Versorgungsmängel bei Treibstoff- und Brennholz und Medikamenten ernsthafte Probleme. Die Wirtschaft von Sri Sanka ist hochgradig importabhgängig und durch die Coronaviruspandemie ist noch dazu eine der Haupteinnahmequellen eingebrochen: der Tourismus.

Sri Lanka’s economy is in freefall. Food, medicine and fuel have run out or become unaffordable. Some people have died waiting at petrol stations to fill up their tanks.

It is the the island nation’s worst economic crisis since gaining independence from Britain in 1948.

„We don’t have kerosene, we don’t have petrol, we don’t have diesel, we don’t have cooking gas and we don’t even have access to wood-fired stoves,“ a 68-year-old woman in the Sri Lankan capital Columbo told AFP.

Ursachen sind u.a. Mißwirtschaft, hohe Staatsverschuldung, Inflation insbesondere für Energie und Nahrrungsmittel und die Folgen des Ukrainekriegs. Sri Lanka ist dabei nur der erste Dominostein der wackelt. Das benachbarte Indien hat von seinen Plänen verstärkt Weizen auf dem Weltmarkt anzubieten inzwischen wieder Abstand genommen und auf Grund der Preissteigerungen den Export von Weizen mit sofortiger Wirkung gestoppt, da man die Versorgung im eigenen Lande bedroht sieht.

In Sri Lanka gibt es aber noch einen weiteren Grund für die Lebenmittelknappheit: die biologische Landwirtschaft.

Gleichzeitig häufte die Regierung einen Berg Schulden an, weil sie hohe Kredite bei ausländischen Investoren und anderen Ländern aufnahm. Steuersenkungen zur Unzeit trugen ebenso zur Verschlechterung der Wirtschaft bei wie das vorübergehend geltende Einfuhrverbot für chemischen Dünger, mit dem die Regierung die ökologische Landwirtschaft fördern wollte. Stattdessen wurden die Lebensmittel knapp, weil die Landwirte weniger Ernteerträge erwirtschaften konnten.

Die Verhungerten sind bestimnmt auch nur politische korrekt biologisch vorübergehend verhungert

Die Ähnlichkeiten der Lage zu Deutschland ist kaum zu übersehen. Allerdings leben in Deutschland vier Mal soviele Menschen wie in Sri Langs, rd. 83 Millionen, und wir befinden uns auch nicht im immerwarmen tropischen Gürtel, sondern jenseits des 50. Breitengrads mit Wintern. Das ist nun eine „interessante“ Situation mit einer rot-grünen Regierung, die viele dieser Probleme selbst aktiv aus ideologischen Gründen herbeiführt. Es besteht also die vage Möglichkeit, daß Frauenquoten und schwangere Männer nicht die optimale Lösung für die anstehenden Probleme darstellen werden.

Nur mal so als kleiner Denkanstoß für die morgige Wahl in Nordrhein-Westfalen.

Grün tötet!

1. Nachtrag 15.05.2022:

Wie steht es denn derzeit mit der Lebensmittelproduktion in Deutschland? Als Diplom-Sozialpädagoge (FH) und Neuling in der Landwirtschaft hat der grüne Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir das sicherlich alles voll unter Kontrolle: Wie teuer machen Özdemirs grüne Pläne die Lebensmittel wirklich?

Eigentlich müssten deutsche Landwirte wegfallende Lieferungen jetzt ausgleichen und die Produktion hochfahren, um gegenzusteuern. Allerdings droht das die grünen Reformpläne für die deutsche Landwirtschaft gewaltig ins Wanken zu bringen. Denn die bisher brachliegenden Flächen sollen eigentlich dem Natur-, Klima- und Artenschutz dienen. Wenn es nach Minister Özdemir geht, darf der Klimaschutz nur dann zurückgestellt werden, wenn es vertretbar ist. Das dämmt die Produktionsmöglichkeiten ein und wirft die berechtigte Frage auf: Was ist in diesem Zusammenhang denn „vertretbar“?

2. Nachtrag 15.05.2022 :

Oder haben die Wähler das Hochwasser im Ahrtal schon vergessen, gar verziehen? Versagt haben alle großen Parteien, doch bei den Grünen ist es Programm.

3 Kommentare

  1. Bill Miller sagt:

    fefe sagt, dass das Verbot künstlicher Dünger auch ein Ergebnis der Tatsache war, dass die Regierung einfach pleite war und den Dünger hätte gar nicht bezahlen können*.
    Macht das Ergebnis aber nicht weniger eindrucksvoll:
    Ohne Kunstdünger (und Pestizide) gehen die Erträge in den Keller.
    Und das bei einer weiter(?) rasch wachsenden Bevölkerung.

    *https://blog.fefe.de/?ts=9c910355

  2. […] sog. „ökologische Vorrangflächen“ nicht für den Lebensmittelanbau freigeben, weil, der Klimaschutz Vorrang hat. Er hat (bewusst?) solange abgewartet, daß es jetzt für einen Anbau zu spät ist. Damit […]

  3. […] Zugriff auf die Landwirtschaft haben geht es schief, weil sie zwar hochideologisiert sind, aber Grüne und Sozialisten ohnehin — wie bei allem anderen auch — von Landwirtschaft keinen blassen […]

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