Die Kirche als Problem

Ein Bericht in der Zeit, „Oh Gott, Sachsen!“, sieht in den konservativen Strömungen innerhalb der sächsischen Kirche ein Teil des Problems welches Sachsen mit der Fremdenfeindklichkeit hat.

Kann es sein, dass nicht einmal die Kirche helfen kann, Sachsens Probleme zu lindern? Sondern dass diese Kirche selbst Teil des Problems ist? Manches sogar noch schlimmer macht?

Natürlich ist die Kirche ein Problem, nicht nur in Sachsen. Allein durch ihre bloße Existenz ist sie immer und in jeder Gesellschaft mit ihren menschenfeindlichen Grundlagen ein Problem. Kirche bedeutet immer Spaltung in wir, die Gläubigen, und die Anderen, anndernfalls würde sie nicht funktionieren.

Stange warf der Landeskirche vor, sie habe über Jahre hinweg eine Auseinandersetzung mit diesen fundamentalistischen Kräften gescheut und habe es meist versäumt, „sich klar von Inhalten und wahnhaften Zügen des Glaubens in den eigenen Reihen zu distanzieren“.

Die Heinricht-Böll-Stiftung der Grünen kriecht hier selbst der Kirche hinten rein, denn nicht die Strömungen, sondern der Glauben an und für sich ist die Wahnhaftigkeit.

Bevor Carsten Rentzing im August 2015 neuer Landesbischof wurde, hatte er sich mit Aussagen zum Thema Homosexualität profiliert, sie wurden zu seinem Alleinstellungsmerkmal: „Die Bibel sagt, dass die homosexuelle Lebensweise nicht dem Willen Gottes entspricht“, erklärte er.

Der Landesbischof liegt vollkommen richtig, so steht es geschrieben, daran kommt kein Christ vorbei. Dies ist eine der Grundlagen der christlichen und die der anderen beiden monotheistischen Religionen. Vielleicht sollte man daher auch endlich mal die Frage auf den Tisch bringen, was Homosexuelle überhaupt in einer christlichen Kirche wollen. Warum wollen sie unbedingt nicht nur passiver Teil dieser religiösen Gemeinschaft sein, sondern sogar aktiv missionierend darin tätig sein, eine Ideologie zu verbreiten, die ihresgleichen ausgemerzt sehen will? Sind Homosexuelle christliche Priester nicht die denkbar größten Heuchler? Und warum sollte man nun Homosexuelle bemitleiden oder ihnen gar Unterstützung zukommen lassen, damit sie in und von der Kirche anerkannt werden? Nach den Grundzügen der Religion gehören sie dort einfach nicht hin, seit mehreren Jahrtausenden und dies zu reformieren hieße, dem Kern der Religion eine Absage zu erteilen. Insofern muss man sie fragen, wie man ihnen helfen kann, von dem Irrsinn wegzukommen. In dem man ihnen in die Kirche hinein zu hilft wird man selbst zum Förderer einer menschenverachtenden Ideologie, was man wohl kaum als Lösung bezeichnen kann.

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