Der Entlassungsgrund für Maaßen ist sein Widerspruch

Um es gleich vorne weg zu sagen, ich mag weder Herrn Maaßen noch den Verfassungschutz, aber in der Angelegenheit bzgl. des Videos zu der ominösen Hetzjagd in Chemnitz liegt er richtig, denn das 19 s lange Video vom Twitterkonto Antifa Zeckenbiss (@AZeckenbiss) gibt einen Beleg für eine Hetzjagd auf Ausländer einfach nicht her. Man sieht einige Leute herumrennen, weiß aber nicht aus welchem Anlass. Dem Video fehlen die entscheidenden Augenblicke vor seinem Beginn und erst in der Presse wurde aus dem Videotitel „Menschenjagd in #Chemnitz Nazi-Hools sind heute zu allem fähig.“ eine Hetzjagd.

Man steht also jetzt vor der Situation entscheiden zu müssen wessen Glaubwürdigkeit höher zu bewerten ist. Die des Betreibers eines dubiosen Antifakontos auf Twitter, welcher wiederum selbst das präsentierte Video als „Netzfund“ bezeichnet, also selbst nicht mehr weiß, als das was in den 19 s zu sehen ist oder dem Präsidenten des Inlandsgeheimdienstes.

Für die SPD ist die Entscheidung klar, ihr steht die Antifa naturgemäß ideologisch näher, nur muss das was die SPD meint und will weder die etwas mit der Realität zu tun haben, noch in Übereinstimmung mit dem Wollen und Willen der Bevölkerung stehen, wie sich ausgesprochen gut an ihren derzeitigen Wahl- und Umfrageergebnissen ablesen lässt. Außerdem sollte es bei der Entlassung nicht nach politischen Auffassungen gehen, sondern nach objektiver Sachlage, ein Einstellung, die für die SPD bedingt durch ihre Ideologie nicht nachvollziehbar ist.

Meiner Ansicht nach geht es von Seiten der SPD trotzdem auch gar nicht mehr primär um das Video an und für sich, auch wenn ihr der Widerspruch aus einer Behörde überhaupt nicht ins Konzept passt und mehr als ungelegen kommt, sie nimmt es nur als willkommenen Anlass, weil sie die eigentlichen Beweggründe aus rein taktischen Motiven nicht offenlegen will, denn die SPD „benötigt“ aus rein ideologischen Gründen diese Hetzjagd(en). Entscheidend für ihren Druck Maaßen zu entlassen dürfte aber dennoch ein anderer Punkt sein: Der oberste Präsident einer Behörde widerspricht der Position der Bundesregierung, ein Umstand der in einem sozialistischen Weltbild einfach nicht vorkommen darf! Man muss immer berücksichtigen, daß innerhalb der SPD ein vollkommen anderes Staatsbild gepflegt wird, das des Sozialismus. Darin existiert Gewaltenteilung nicht mehr wirklich und Behörden entscheiden nicht allein nach Sachkriterien, sondern auch, ob eine Angelegenheit dem verordneten Staatsziel des Sozialismus ab- oder zuträglich ist. Selbst die Justiz arbeit nach diesem System. Ein Punkt der übrigens verblüffende Parallelen mit Staatsgebilden wie dem des Islamischen Staats (IS) aufweist: Alles was die Sache befördert ist als positiv zu bewerten.

Die waidwunde SPD verhält sich inzwischen wie ein veletztes, in die Enge getriebenes Raubtier, sie schlägt nur noch blindwütig um sich. Jeder sollte sich daher genauestens überlegen, ob er seine Stimme einer Partei geben will, welche Twitterkonten der Antifa für ihre sicherheitspolitischen Entscheidungen als seriöse Quellen einstuft.

Ein Kommentar

  1. […] hatte heute geschrieben, daß der eigentliche Grund für die Forderung der SPD nach der Entlassung des […]

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