#unteilbar und die Solidarität für Alle

Auf der Demo #unteilbar am gestrigen Samstag in Berlin waren Plakate und Aufkleber mit dem Slogan „Solidarität für alle“ recht beliebt. Offenbar fiel den Trägern die Unsinnigkeit dieser Forderung nicht auf, da das Handeln danach zu unauflösbaren Widersprüchen führt, gerade auch bei den Protagonisten der Demo:

  • Sie erklären sich solidarisch mit Nazis.
  • Sie erklären sich solidarisch mit Antisemiten.
  • Sie erklären sich solidarisch mit Kinderschändern.
  • Sie erklären sich solidarisch mit Islamisten, Muslimbrüdern und sogar mit den IS.
  • Sie erklären sich solidarisch mit Donald Trump und Wladimir Putin und ihren Wählern.
  • Feminstinnen sind nicht nur mit dem Opfer solidarisch, sondern auch mit dem Täter.

Die Liste der Beispiele ließe sich noch endlos fortsetzen, aber es dürfte klar geworden sein, daß die Forderung einfach nur blanker Unsinn ist. Es ergibt in der Realität keinen Sinn sich mit allen solidarisch zu erklären (schon gar nicht mit denen die einen umbringen wollen), außer es herrschte absolute Gleichheit in Allem, was jedoch der kontinuierlichen Forderung nach Vielfalt diametral zuwiderliefe. Was wiederum zu der Frage führt, wie Vielfalt, Diversität, Heterogenität oder wie auch immer man es nennen will, mit Unteilbarkeit vereinbar ist, denn an Hand der Unterschiede ist jederzeit eine Teilung möglich. Somit ist Teilbarkeit ein kostituierendes Merkmal von Vielfalt.

Im Leben außerhalb der Demo wird dann Solidarität für Alle auch nur ungern praktiziert. So ist Solidarität mit den Opfern von Attentaten praktisch inexistent, wenn sie nicht die richtige Ideologie oder Hautfarbe aufweisen. Merkel hat sich von den Opfern des Attentäters Anis Amri ferngehalten, die Messeropfer von Kandel Chemnitz und anderen Orten bleiben wann immer möglich unerwähnt. Noch kurz vor der heutigen Landtagswahl in Bayern hat die Grüne Spitzenkandidatin Katharina Schulze in einem Video darüber sinniert, daß sie wieder in einem sicheren Land Leben möchte. Sie bezog ihre Ängste auf die Demonstrationen in Chemnitz. Daß diese Demonstrationen aber die Reaktion eines Mordes auf offener Straße eben jener war, für die sie offene Grenzen haben will, war ihr kein Wort wert.

Tatsächlich waren demenstsprechend gemischt auch die Teilnehmer auf der #Unteilbar-Demo, die Gruppen mit völlig gegensätzlichen und oftmals auch dem Gegenteil von liberalen und freiheitlichen Gesellschaftsformen anhängen. Zunächst war zwar alles was im linken Lager laufen kann auf den Beinen aber eben auch viele Andere und so marschierten dort unter Anderem Seit’ an Seit’ redliche Bekämpfer des Antisemitismus mit Islamisten, terroristischen, antisemitischen Palästinensern, wie der PFLP und mindestens gewaltbereiten Antifa-Mitgliedern, Linksextremisten und anderen Feinden des Grundgesetzes.

Die Liste der Unterstützer war bekannt, so daß sich jeder hätte informieren können, wem er da hinterher läuft. Aber auch Außenminister Heiko Maas untgerstütze in der für ihn typischen ideologischen Blindheit offiziell die #Unteilbar-Demo.

Allerdings gehörten „Liberale Muslime“ zu den wenigen, die die Unterstützerliste auch gelesen hatten und bereits im Vorfeld Kritik an der #Unteilbar-Demo geübt und an eine Teilnahme abgelehnt hatten, da u.a. auch der Zentralrat der Muslime zu den Unterstützern gehörte, dessen Mitglieder wiederum Verbindungen zu den Muslimbrüdern (islamistisch) oder den Grauen Wölfen (rechtsextremtisch) aufweisen.

Von Seiten der Veranstalter wurde auch darauf geachtet, daß keine Deutschlandfahnen in Schwarz-Rot-Gold gezeigt werden, wohingegen Gewerkschaftsfahnen, Regenbogenfahnen, Türkische Fahnen und (extremistische) Palästinenserfahnen/-Symbole keine Einwände hervorriefen. Soviel zum Thema Unteilbarkeit.

Und als ein Höhepunkt kann wohl auch gelten, daß die Mauer- und Stasinachfolgepartei, Die Linke, in der einst von ihr geteilten Stadt Berlin ganz vorne auf der #Unteilbar-Demo mitlief.

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