Ruhe vor Santa Greta

Die Klimaheilige Greta Thunberg begibt sich zu Beginn ihres einjährigen Schulstreiks auf Reisen über das große Wasser. Da sie offenbar doch nicht über das Wasser laufen kann und sowohl fliegen als auch Dieselmotoren ablehnt, will sie mit einem Segelschiff von Großbritannien nach New York übersetzen.

Die Segelyacht ist allerdings kein gewöhnliches Segelboot, sondern die „Malizia II“, eine High-Tech-Renn-Hochseeyacht. Mit von der Partie sind neben den beiden Skippern Boris Herrmann und Pierre Casiraghi ihr Vater und ein Filmemacher. Während der zweiwöchigen Überfahrt sollen CO2– und Salzgehalt des Meereswassers gemessen werden.

Das Abenteuer sei ihr wirklich und uns eine längere, erholsame Pause von ihr gegönnt, aber die Reise zeigt sehr gut wie elitär dieses Projekt eigentlich ist, denn ein derartiges Verhalten ist dem gemeinen Klimaschützer schlicht unmöglich, zumal sie die Überfahrt kostenlos erhält, so zumindest die Behauptung, und auch alle kommerziellen Sponsorenlogos von der Yacht entfernt wurden. Selbst gearbeitet wird nichts, man lässt sich von anderen aushalten und meint damit und mit dem einjährigen (!) Schulstreik — womit man zunächst einmal nur sich selber bestreikt — noch Vorbild für Andere sein zu können. Was für eine weltfremde Lebenseinstellung.

Die Messwerte für sind im Grund auch nur Alibimesswerte für den schönen Schein und von begrenztem Wert, denn es sind temporäre Einzelmesswerte. Wirklich aussagefähig sind hingegen nur Zeitreihen über lange Zeiträume. Wissenschaft ist eben kein Dreiwochenexkurs, sondern langwieriges und im Grunde zunächst einmal langweiliges Datensammeln. Geduld ist aber genau das, was der Fridays For Future-Bewegung fehlt.

Ein Kommentar

  1. […] ist sicherlich noch in Erinnerung wie Greta Thunberg im Juli mit großen medialem Getöse in einer gesponsorten Rennyacht von Großbritannien über den Atlantik nach New York geschippert wurde, weil sie klimaneutral reisen und daher kein Flugzeug benutzen wollte. Sinn ihrer […]

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