Gretas Odyssee

Es ist sicherlich noch in Erinnerung wie Greta Thunberg im Juli mit großen medialem Getöse in einer gesponsorten Rennyacht von Großbritannien über den Atlantik nach New York geschippert wurde, weil sie klimaneutral reisen und daher kein Flugzeug benutzen wollte. Sinn ihrer Reise ist der Besuch der UN-Klimakonferenz 2019 (COP25) in Santiago de Chile auf deren Landweg dorthin quer durch Amerika sie sich derzeit befindet. Nun, wie so oft im Leben: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Santa Greta sitzt nun auf der falschen Seite des großen Wassers und selbst dort noch am falschen Strand, denn auf Grund der Unruhen in Chile wurde der Kongreß vom amtierenden Präsidenten Chiles, Sebatián Piñera, abgesagt und von Santiago de Chile nach Madrid in das ach so ruhige Spanien verlegt.

Da Greta immer noch sowohl klimaneutral reisen als auch den Kongreß besuchen möchte, muss sie nun wieder zurück nach Europa. Da fliegen mit dem Flugzeug für sie nicht in Frage kommt bettelt sie derzeit in einem Tweet intensiv um eine Mitschwimmgelegenheit zurück nach Europa. Viel Zeit bleibt nicht mehr, denn die UN-Klimakonferenz findet bereits vom 2-13. Dezember statt.


Eines zeigt diese Situation auf jeden Fall. Klimaneutrales Reisen nach Art des Hauses Thunberg funktioniert so nicht. Übrigens reisen die restlichen 20.000 Teilnehmer wie gehabt unter Mengen von CO2-Ausstoß überwiegend mit dem Flugzeug an. Täten sie es Greta gleich würde dieser Kongreß vielleicht einmal in 10. oder mehr Jahren stattfinden.

Unseren Medien scheint dies bisher keine Meldung wert gewesen zu sein. Wahrscheinlich wegen der nur rein lokalen Bedeutung, für Chile. Jedenfalls täte es mich nicht wundern in einigen Tagen eine Nachricht in der Tagesschau oder im heute-Journal sehen zu dürfen, daß die AfD aus Hass gegen Greta Thunberg in Chile eine Revolution angezettelt und dafür gesorgt hat, daß der Kongreß nach Europa verlegt wird.

Wird es Greta rechtzeitig zum Kongreß schaffen? Gretas Odyssee bleibt spannend.

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